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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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„KIRR Real“ fördert rechtssicheren KI-Einsatz

Mit der rasanten Entwicklung von KI in Softwareprodukten und Robotik stehen Unternehmen vor neuen regulatorischen Herausforderungen. Die am 12. Juli 2024 veröffentlichte KI-Verordnung (AI Act) der Europäischen Union und die neue EU-Maschinenverordnung, die im Januar 2027 in Kraft tritt, stellen hohe Anforderungen an die Konformität von KI-Systemen im Produktionsumfeld, insbesondere bei Hochrisiko-KI und Cybersicherheit.

Dr. Silvia Schweizer (Freie Mitarbeiterin BESSER LACKIEREN)

Ein Mann an einer Maschine
Im Projekt „KIRR Real“ geht es beispielsweise um die sichere und rechtskonforme Umsetzung KI-basierter Roboteranwendungen. Foto: Fraunhofer IPA/Rainer Bez

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups haben oft nicht die Ressourcen, um diese Anforderungen eigenständig prüfen und erfüllen zu können. In Baden-Württemberg unterstützen bereits Reallabore wie das Forschungsprojekt AI-MATTERS in Stuttgart, der KI-Campus IPAI in Heilbronn und die Karlsruher Forschungsfabrik bei der technischen Entwicklung und dem Testen von KI- und Robotik-Innovationen.

Unterstützung bei der Umsetzung der rechtlichen Aspekte

Sie berücksichtigen jedoch nicht die regulatorischen Anforderungen. Genau hier setzt das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg geförderte Projekt „KIRR Real – Reallabor für rechtskonforme KI und Robotik“ an, indem es die bestehenden Angebote durch so genannte „Legal Quick Checks ergänzt“. Auf diese können sich z.B. Lackieranlagenbetreiber bewerben, sodass sie auch bei der Umsetzung der rechtlichen Aspekte unterstützt werden.

Im Fokus des Förderprojekts stehen möglichst exemplarische Anwendungen und deren Einschätzung der Risikoklasse, damit die Erkenntnisse für viele Unternehmen und Anwendungen in den für die baden-württembergische Wirtschaft wichtigen Bereichen relevant sind. Unternehmen aus der Region sollen dabei unterstützt werden, Anforderungen aus der KI-Verordnung und der Maschinenverordnung frühzeitig zu antizipieren und umzusetzen. Dadurch sinken die Risiken und KI-Lösungen lassen sich schnell in den Verkehr bringen. Im Projekt erarbeitet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA gemeinsam mit dem Forschungscampus ARENA2036 zudem einen standardisierten Rahmen (Framework), um die Anforderungen von Maschinenverordnung und KI-Verordnung und die Compliance einer Anwendung prüfen zu können. Dieses Framework wird perspektivisch in das Forschungsprojekt „AI-MATTERS“ überführt und zugleich wissenschaftlich veröffentlicht werden, sodass seine kontinuierliche Weiterentwicklung gewährleistet ist.

Regulatorische Hürden identifizieren

Weiterhin bietet „KIRR Real“ Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt werden die Projektpartner regulatorische Hürden identifizieren und in den Gesetzgebungsprozess zurückspiegeln. So profitieren Unternehmen langfristig von optimierten Akkreditierungsprozessen und praxisnahen Lösungen, um die Positionierung Baden-Württembergs als führenden Standort für KI und Robotik zu stärken.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA veranstaltet am 15. Mai 2025 den „KI-Tag“ auf dem Fraunhofer-Campus in Stuttgart. Dort stellen sich auch das Projekt „KIRR Real“ und das KI-Fortschrittszentrum vor. Anhand von Beispielanwendungen können interessierte Besucher dort live erleben, wie KI in der Praxis eingesetzt werden kann. Alle Infos dazu hier: www.ipa.fraunhofer.de/de/veranstaltungen-messen/veranstaltungen/2025/ki-tag

Zum Netzwerken:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Lena Lörcher, Tel. +49 711 970-1974, lena.loercher@ipa.fraunhofer.de,
Dr.-Ing. Theo Jacobs, Tel. +49 711 970-1339, theo.jacobs@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de
www.kirr-real.de