Industrielle Anwendungen Moebellackierung
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Mit Lean Production zu mehr Effizienz auf allen Ebenen
König + Neurath treibt seit 2018 eine umfassende Lean-Transformation voran – mit messbarem Erfolg. Besonders in der Lackierung sorgt ein gelebtes KVP-System für Effizienzgewinne, Materialeinsparung und technische Weiterentwicklung.
Der hessische Büromöbelhersteller König + Neurath steht nicht nur für ergonomische Arbeitsplatzlösungen, sondern auch für eine bemerkenswerte Fertigungsstrategie. Seit 2018 verfolgt das Unternehmen eine konsequente Lean-Ausrichtung – mit Fokus auf schlanke Prozesse, hohe Flexibilität und kontinuierliche Verbesserung. Vor allem im Bereich der Metallfertigung und Lackierung zeigen sich die Erfolge dieser Transformation.
KVP in der Praxis: Gehänge und Vorbehandlung im Fokus
Im Zentrum des Lean-Gedankens steht ein etabliertes KVP-Vorschlagswesen. Allein in der Metallhalle bringt es jährlich bis zu 250 Verbesserungsmaßnahmen hervor – von ergonomischen Anpassungen bis zu umfassenden Prozessoptimierungen. Ein Dauerbrenner bleibt dabei die Gehängeoptimierung. Ziel: mehr Teile auf einem Warenträger ohne Qualitätseinbußen. Das zahlt sich aus: Durch verbesserte und inzwischen standardisierte Warenträger spart das Unternehmen jährlich mehrere hunderttausend Euro.
Auch chemisch wurde optimiert: Statt Eisenphosphat nutzt König + Neurath seit Kurzem ein mildalkalisches Vorbehandlungsverfahren. Die Umstellung verlief reibungslos, sorgt für weniger Reinigungsaufwand und spart Wasser – ohne Einbußen bei der Beschichtungsqualität.
Automatisierung und Energieeffizienz im Blick
Im Bereich Intralogistik setzt das Unternehmen verstärkt auf fahrerlose Transportsysteme. Bereits 70% der Bauteile fahren autonom durch die Hallen – gesteuert durch ein eigenes Kartensystem. Dank des Wechsels auf ein Grenzebach-System lassen sich seit 2022 auch überlange Teile bis zu 2,2 m sicher transportieren.
Einsparpotenzial sieht man auch bei der Pulverbeschichtung. Mit einer verbesserten Verwirbelungstechnik – entweder über eine Zerstäubungseinheit oder Direktdüsen – will man Material einsparen und gleichzeitig den Kantenschutz verbessern. Die Entscheidung über die Technik ist noch offen.
Ein weiteres Zukunftsprojekt bleibt die Umstellung auf Niedertemperatur-Pulverlacke. Zwar wurde das Potenzial erkannt, jedoch scheitert die Umsetzung bislang an fehlender Flexibilität des Einbrennofens sowie der Taktung in der Lackieranlage.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 9/2025:
- Wie genau König + Neurath die Gehänge konstruiert und standardisiert
- Welche Herausforderungen es bei der Einführung des neuen Vorbehandlungsverfahrens gab
- Welche Vorteile die automatisierten Transportsysteme im Lackierprozess bieten
Zum Netzwerken:
König + Neurath AG, Karben, Sascha Kiefl, Tel. +49 6039 483-965, sascha.kiefl@koenig-neurath.de, www.koenig-neurath.com