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Jenseits von Metall

Nicht nur Metall braucht Schutz: Holz und Beton als nicht-metallische Substrate stellen besondere Anforderungen an Beschichtungssysteme. Um diesen gerecht zu werden, hat DIN vier technische Normen und Spezifikationen überarbeitet – darunter neue Prüfverfahren für Witterungsbeständigkeit und Schichtdickenmessung.

Symbolgrafik: Mehrere Häuser
Holz bietet als organischer, nachwachsender Werkstoff viele Vorteile. Diese zu erhalten ist die Aufgabe der Beschichtung. Grafik: KI-generiertes Bild erstellt mit DALL-E

Während metallische Untergründe nach wie vor den Hauptanteil beschichteter Bauteile ausmachen, rücken zunehmend auch Holz und Beton in den Fokus normgerechter Beschichtungstechnik. DIN hat jetzt vier wichtige Dokumente zur fachgerechten Bewertung und Anwendung von Schutzbeschichtungen auf nicht-metallischen Substraten überarbeitet. Im Zentrum stehen dabei unter anderem unerwünschte Verfärbungen, Witterungsbeständigkeit und Schichtdickenkontrolle.

Holz: Schutz gegen Sonne, Feuchte und Inhaltsstoffe

Für den Werkstoff Holz liegt mit der technischen Spezifikation CEN/TS 927-15 ein aktualisiertes Verfahren zur Bewertung von Verfärbungen vor, wie sie durch natürliche Inhaltsstoffe wie Tannine oder Harze entstehen können. Die Wassertauchprüfung erlaubt eine gezielte Beurteilung solcher Fleckenbildungen an Holzbauteilen im Außenbereich.

Ergänzend regelt die überarbeitete ISO 16053-2 die künstliche Bewitterung von Holzbeschichtungen unter Einsatz von UV-Lampen, Kondensation und Sprühwasser. Ziel ist es, die Belastungen durch Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen realitätsnah nachzustellen. Neben der Methode selbst definiert die Norm auch Prüfkriterien wie Farbveränderung, Glanzverlust, Rissbildung oder Kreidung – und berücksichtigt dabei auch holzartspezifische Unterschiede.

Beton: Systematik für ein anspruchsvolles Substrat

Für Betonbauteile steht mit der ISO 9607-1 eine grundsätzliche Einführung in Schutzbeschichtungssysteme zur Verfügung. Die Norm dient als Basis einer ganzen Reihe weiterer Dokumente und behandelt unter anderem Begriffe, Anwendungsgebiete und Umweltaspekte. Eine ergänzende Norm, die sich derzeit in Arbeit befindet, ist die ISO/CD 25014, die ein Verfahren zur Bestimmung der Schichtdicke im Querschnitt von Betonbeschichtungen beschreibt. Sie wird voraussichtlich eine wichtige Rolle in der Qualitätssicherung und Dauerhaftigkeitsbewertung solcher Systeme spielen.

Mehr im Abo: In der ausführlichen Version in BESSER LACKIEREN 9/2025 lesen Abonnenten:

  • Welche Prüfkriterien bei der künstlichen Bewitterung ausschlaggebend sind
  • Wie sich typische Holzverfärbungen normgerecht klassifizieren lassen
  • Was die ISO/CD 25014 für die Praxis der Betonbeschichtung bedeutet

Zum Netzwerken:
DIN – Normenausschuss Beschichtungsstoffe und Beschichtungen (NAB), Berlin, Bernd Reinmüller, Tel. +49 30 2601-2447, bernd.reinmueller@din.de, www.din.de