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Struktur und Klarheit für den Retrofit in der Lackiertechnik

Der Retrofit von Lackieranlagen wird wichtiger, gleicht oft jedoch einer Bastelarbeit. Eine große Marktbefragung unter Anlagenbauern zeigt, welche Lösungen Anlagenbauer beitragen können und worauf Lackieranlagenbetreiber zu achten haben.

Retrofit in der Lackiertechnik
Grafik 1: Von analoger Technik und manuellen Prozessen hin zu automatisierten, digital vernetzten Lackieranlagen – das alles kann ein Retrofit leisten. Grafik: KI-generiertes Bild erstellt mit Dall-E

Im Rahmen des jüngsten Leserbeiratstreffens von BESSER LACKIEREN stand ein Thema im Fokus, das viele Betriebe aktuell beschäftigt: Retrofit. Oliver Weist Geschäftsführer von WWO Pulverbeschichtung brachte es auf den Punkt: „Ich stelle fest, dass das so ein bisschen wie Basteln ist. Gefühlt gibt es keine vorgelagerte Planung. Das beginnt schon bei der einfachen Integration von Solaranlagen.“ Der Begriff werde vielfach verwendet, sei jedoch selten eindeutig gefasst. „Es mangelt an strukturierten Konzepten. Und ich glaube, dieses Problem betrifft nicht nur uns – das ist eine übergreifende Fragestellung“, so Weist weiter.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat die Redaktion von BESSER LACKIEREN in einem ersten Schritt analysiert, wie häufig Retrofit in den eigenen Fachberichten der letzten drei Jahre auftrat. Das Ergebnis: Etwa die Hälfte der dokumentierten Projekte fällt unter diesen Begriff – zumeist handelt es sich dabei um Umrüstungen bestehender Anlagen mit neuen Steuerungen, verbesserten Energiekomponenten oder erweitertem Automatisierungsgrad.

Retrofit – also das gezielte Nachrüsten und Modernisieren bestehender Lackieranlagen – ist ein Begriff, der sich zwar schnell sagt, aber schwer einheitlich fassen lässt. Was genau ein Retrofit umfasst, hängt stark vom Blickwinkel und vom Anwendungskontext ab. Für die einen bedeutet es eine komplette Modernisierung inklusive digitaler Vernetzung, für andere eine punktuelle Optimierung einzelner Komponenten. Fest steht: Retrofit ist weder Flickwerk noch Notlösung, sondern ein strategischer Ansatz, um bestehende Technik an aktuelle Anforderungen anzupassen. Und gerade, weil es keine pauschale Definition gibt, ist der Austausch über Erfahrungen und Strategien im Markt besonders wertvoll. Diese Vielstimmigkeit zeigt, wie dynamisch sich das Thema entwickelt. Doch wie sieht es mit dem tatsächlichen Marktangebot aus? Was verstehen Anbieter unter einem Retrofit – und wie systematisch ist ihr Vorgehen? Um diese Fragen zu beantworten, wurden zwölf führende Anlagenbauer aus der Lackiertechnik befragt. Der folgende Beitrag fasst die Ergebnisse zusammen und liefert einen umfassenden Überblick.

Retrofit von Lackieranlagen wird wichtiger

Was die Ergebnisse der Umfrage auf jeden Fall belegen: Retrofit wird wichtiger. Immer mehr Kunden setzen auf Modernisierung statt auf komplette Neubauten – aus Gründen der Nachhaltigkeit, der Verfügbarkeit von Fachkräften, wegen hoher Neuinvestitionskosten oder schlicht, weil die Grundstruktur der Altanlage weiter funktioniert. Alle befragten Unternehmen bieten heute Retrofit-Leistungen an, die weit über Ersatzteiltausch hinausgehen. Der Trend ist eindeutig: Retrofit wird vom Nischenthema zur tragenden Säule des Projektgeschäfts. Besonders auffällig: 11 von 12 befragten Anbietern verzeichneten in den vergangenen drei Jahren einen Anstieg bei Retrofit-Anfragen – die Mehrheit spricht von einem leichten, einige Unternehmen sogar von einem deutlichen Zuwachs (siehe Grafik 2).

Retrofit Lackieranlagen Umfrage
Grafik 2: Retrofit im Aufwärtstrend: In knapp zwei Dritteln der Fälle ist der Anstieg moderat, bei rund einem Drittel deutlich. Nur ein Unternehmen meldet eine konstante Nachfrage. Grafik: Grafik: KI-generiertes Bild erstellt mit Napkin.Ai

Noch bedeutsamer ist der Wandel im Selbstverständnis: Retrofit wird nicht mehr als notwendiges Übel betrachtet, sondern als gezielte Investition in Qualität, Effizienz und Zukunftssicherheit. So sagt Mathias Bauer, Leitung Projektabwicklung bei ASIS: „Retrofit ist für uns kein Nebenprodukt, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Kompetenz – praxisbewährt, wirtschaftlich und technologieoffen.“ Viele Anlagenbauer berichten, dass Retrofit-Projekte mittlerweile einen festen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen – Tendenz steigend.

Das Vertrauen in Bestandsanlagen und die zunehmende Modularisierung neuer Komponenten verstärken diesen Trend zusätzlich. Immer mehr Betreiber erkennen: Wer frühzeitig modernisiert, sichert sich Wettbewerbsvorteile – auch im Kontext steigender regulatorischer Anforderungen. Das sieht auch Sören Steegmann, Leitung Service Vertrieb von Venjakob so: „Retrofit-Projekte sind oft ebenso komplex wie Neuanlagen und erfordern umfassendes technisches Know-how, strukturierte Projektsteuerung und ein Bewusstsein für fehlende Dokumentationen. Sie sind kein kleines Update, sondern ein entscheidender Beitrag zur Zukunftsfähigkeit bestehender Anlagen und zur langfristigen Kundenbindung. Nur wer diese Herausforderung ernst nimmt, kann ihr volles Potenzial ausschöpfen.“

Vielfalt statt Schema F

Die Bandbreite an Vorgehensweisen zeigt sich in Grafik 3 deutlich: Während Unternehmen wie ASIS und b+m surface systems nach klar definierten Projektphasen arbeiten, bevorzugen andere – etwa Meeh oder ITS – flexible, projektspezifische Abläufe. Nils Noelte, tätig im Vertrieb von Anlagenbauer Meeh, beschreibt den eigenen Ansatz wie folgt: „Bei uns gibt es kein Retrofit von der Stange – jede Lösung entsteht aus dem konkreten Anlagenkontext und passt exakt zum Kunden.“

Retrofit Lackieranlagen Prozesse

Grafik 3: Retrofit-Prozesse sind bei vielen Anbietern anpassungsfähig, basieren aber meist auf einer strukturierten Grundlogik. Nur ein kleiner Teil setzt auf vollständig definierte Standardabläufe. Grafik: Redaktion

Projektbeginn, Bestandsaufnahme, Machbarkeitsanalyse, Sicherheitsbetrachtung, Engineering, Montage – diese Schritte strukturieren bei vielen Herstellern den Retrofitprozess. Während einige Anbieter auf eigene Checklisten setzen, orientieren sich andere an DIN-Normen oder Herstellerdokumentationen. Einheitlich ist das Vorgehen selten – aber genau darin liegt die Stärke individueller Lösungen. Der „typische Retrofit-Ablauf“ (siehe Grafik 4) zeigt die strukturelle Basis, auf der sich viele Anbieter bewegen.

Die Ausgestaltung variiert dabei – ebenso wie die Erwartungen der Kunden. Bei ITS steht auch aufgrund dieser Erwartungen die Gesamtbetrachtung des Prozesses im Fokus: „Optimierungen sollten nicht einzeln umgesetzt werden. Sinnvoller ist es, alle sinnvollen Maßnahmen direkt in einem Schritt durchzuführen“, erklärt Jörg Hetesy, Business Development Manager DACH bei ITS IDEAL-Trade Service. Steffen Sørensen von Aabo-Ideal verweist dabei auf den klar abgegrenzten Fokus seines Unternehmens: „Unser Fokus liegt auf eigenen Anlagen der Aabo-Ideal Group – und hier zum Beispiel bei Retrofitmaßnahmen im Bereich der Energieversorgung.“

Retrofit Lackieranlagen Umsetzung

Grafik 4: Fünf Phasen prägen den typischen Ablauf eines Retrofit-Projekts: Von der ersten Anfrage über die technische Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung der Modernisierungsmaßnahme – flexibel angepasst, aber in der Struktur oft ähnlich. KI-Generierte Grafik erstellt mit Napkin-AI

Solche Anpassungen tragen nicht nur zur Modernisierung bei, sondern können auch die Energieeffizienz verbessern und die Nachhaltigkeit steigern. Aus Sicht von Aabo-Ideal sollten Energiesparmaßnahmen und die Nutzung grüner Energiequellen deshalb gezielt durch Förderprogramme unterstützt werden. Im Unterschied zum herstellerbezogenen Ansatz bearbeiten andere Unternehmen auch fremde Anlagentechnik: e. Luterbach gibt beispielweise an, Retrofit sowohl für eigene als auch für Fremdanlagen durchzuführen. SLF hingegen entscheidet projektspezifisch und bietet sowohl Komplettmodernisierungen als auch einzelne Komponentenwechsel an.

Mehr als nur Engineering

Wer Retrofit anbieten will, muss nicht nur das Engineering beherrschen, sondern auch pragmatisch mit Altanlagen umgehen können. Oft geht es um Maschinen, bei denen weder vollständige Schaltpläne noch normgerechte Dokumentation existieren. Viele Anbieter berichten, dass gerade diese Herausforderungen den Reiz – aber auch die Komplexität von Retrofit-Projekten ausmachen. Dies benennt auch Christina Kister, Vertriebsinnendienst und Anfragemanagement bei b+m surface systems: „Insbesondere sicherheitstechnische Anforderungen und hohe Prozesssensibilität können die Komplexität von Retrofit-Projekten stark erhöhen.“

Das erfordert neben technischer Expertise auch Vertrauen und Kommunikation auf Augenhöhe mit dem Kunden. Retrofit-Projekte sind Teamarbeit – zwischen Hersteller, Betreiber, Zulieferern und gelegentlich auch Behörden. Die Einbindung aller Beteiligten bereits in der Analysephase wird deshalb von vielen Unternehmen als entscheidend genannt. So sieht das auch Gerald Weisser von Höcker Polytechnik: „Retrofit-Leistungen werden bei uns auch deshalb immer projektspezifisch auf Anfrage umgesetzt.“ Dabei spielt auch die Fehlerkultur eine Rolle. Retrofit-Projekte leben von Offenheit: Der Betreiber muss benennen, was in der Vergangenheit nicht funktioniert hat, der Anlagenbauer muss transparent machen, wo Grenzen liegen. Das gelingt nur, wenn das Projekt auf echter Partnerschaft basiert. Einige Anbieter setzen dafür auf regelmäßige Workshops vor Projektstart oder binden ihre Kunden in Simulationen und digitale Vorabnahmen ein.

 Vom einfachen Update bis zur umfassenden Teilmodernisierung

Die typischen Projektgrößen reichen von unter 50.000 Euro bis über 500.000 Euro – je nach Anlagengröße, Kundenwunsch und Modernisierungstiefe. ASIS bedient beispielsweise das gesamte Spektrum. Andere Firmen wie z.B. Afotek, Feige, und Höcker Polytechnik bewegen sich eher im mittleren Bereich, Leutenegger + Frei nennt als typisches Investitionsvolumen 50.000 bis 500.000 Euro. Einen Überblick bietet Tabelle 2. Viele Anbieter berichten insgesamt von gestiegenem Investitionsmut im Retrofitbereich – auch in kleinen und mittleren Unternehmen. Früher war Retrofit ein reines Instandhaltungsthema. Heute wird es am Markt definitiv als Innovationsbaustein verstanden. Gerade bei hohen Energiekosten oder in wartungsintensiven Bereichen rechnen sich Modernisierungen oft bereits nach wenigen Monaten.

Planungstiefe und Dokumentation als Erfolgsfaktor

Die Hürden im Retrofit-Prozess sind zahlreich: unvollständige Dokumentation, fehlende Schnittstellenstandards, alte Softwarestände, schwer zugängliche Komponenten oder unklare Sicherheitsanforderungen. Die Bedeutsamkeit dieser Herausforderungen wird in Grafik 5 dargestellt. Viele Anbieter setzen deshalb auf systematische Voruntersuchungen – oft mit 3D-Scan, Checklisten oder digitalen Zwillingen. Fabian Luccarini verweist auf eine der größten Herausforderungen: „Am anspruchsvollsten ist es eine komplette Steuerung zu ersetzen. Das ist quasi eine Operation am offenen Herzen – Scheitern ist somit keine Option!“ Eine weitere Herausforderung benennt Leutenegger + Frei mit der teils eingeschränkten Verfügbarkeit von Komponenten – sowohl im Steuerungsbereich als auch bei mechanischen Bauteilen. Stefan Matti, CEO des Unternehmens betont zudem: „Um Retrofit-Projekte künftig strukturierter umsetzen zu können, wünschen wir uns vereinfachte gesetzliche Rahmenbedingungen.“

Dabei wird auch die Dokumentation wird immer wichtiger – nicht nur für die Abnahme, sondern als Grundlage für künftige Erweiterungen. Viele Anbieter bieten ihren Kunden heute digitale Retrofit-Dokumentationen mit Änderungsverlauf, Versionsmanagement und Anlagenhistorie. Das erleichtert spätere Erweiterungen und schafft Vertrauen beim Betreiber.

Wie sich Anlagenbetreiber optimal auf einen Retrofit vorbereiten, gibt die folgende Liste an:

  • Dokumentation bereitstellen: Alle verfügbaren Pläne, Schaltbilder und Unterlagen zusammentragen – insbesondere bei Altanlagen.
  • Umbauten und Anlagenhistorie offenlegen: Frühere Erweiterungen, Reparaturen oder kundenseitige Modifikationen transparent machen.
  • Sicherheitsanforderungen frühzeitig klären: Bestehende Sicherheitskonzepte, Normen und CE-Kennzeichnung gemeinsam mit dem Anbieter prüfen.
  • Ziele und Prioritäten definieren: Frühzeitig klären, was erreicht werden soll – z. B. Energieeinsparung, Automatisierung, Digitalisierung.
  • Zeitfenster realistisch planen: Stillstandszeiten und Umbauphasen sorgfältig koordinieren, ggf. mit Vorabnahmen oder Simulationen.
  • Personal früh einbinden und schulen: Mitarbeitende rechtzeitig einbeziehen und für neue Technik qualifizieren lassen.

Digitalisierung – Grundlage für den nächsten Schritt

Visualisierung, Monitoring und Remote-Zugriff sind heute Standard. Doch Künstliche Intelligenz (KI) ist das nächste große Thema. Kai Sinning von Afotek erklärt: „Mit ,AfotekCoatAnalyticsʼ setzen wir bereits eine KI-Lösung ein, die Lackierprozesse analysiert, visualisiert und Optimierungspotenziale aufzeigt.“ Auch bei SLF wird Künstliche Intelligenz als strategisches Zukunftsthema gesehen. Daniel Kamer, Betriebsleiter und Leiter After Sales, betont: „Perspektivisch sehen wir den Einsatz von KI in der intelligenten Nutzung von Fehlerkatalogen – etwa in digitalisierten Dokumentationen von Unterbaugruppen und Zulieferbauteilen.“ Bei b+m surface systems wird KI zur Oberflächeninspektion und zur Bauteilüberwachung genutzt, e. Luterbach setzt u.a. auf Predictive Maintenance, verschiedene andere Firmen entwickeln aktuell entsprechende Tools. Die Übersicht in der tabellarischen „KI-Ampel“ (Tabelle 1) zeigt, wo die einzelnen Anbieter aktuell stehen.
Das eine direkte Umsetzung teils schwierig ist, liegt aus Sicht der Anlagenbauer daran, dass viele Altanlagen schlicht keine digitalen Grundlagen für KI haben – dafür müssen zunächst die Voraussetzungen geschaffen werden. Mehrere Unternehmen berichten allerdings, dass Kunden gezielt nach KI-bereiten Retrofit-Lösungen fragen. Der Wunsch nach intelligenten Systemen, die nicht nur warnen, sondern aktiv regeln können, wächst. Retrofit ist hier der Türöffner.

Nachhaltigkeit als zentrales Motiv für Retrofit

Retrofit ist nicht nur eine technische, sondern auch eine ökologische Entscheidung. Oliver Feige bringt es auf den Punkt: „Retrofit verlängert nicht nur die Lebensdauer von Anlagen – richtig gedacht ist es die nachhaltigere Alternative zum Neubau.“ Beispiele für die Umsetzung gibt es viele: Feige setzt auf intelligente Steuerungen zur Leistungsregelung, e.Luterbach bezieht energetische Bewertungen in die Projektplanung ein und Aabo-Ideal arbeitet an Energiequellenumstellungen. Auch die anderen Unternehmen haben diesen Punkt natürlich im Portfolio. Darüber hinaus betrachten viele Anbieter die CO₂-Bilanz gesamtheitlich. Retrofit reduziert nicht nur den Energieverbrauch, sondern vermeidet auch Ressourcenverbrauch, der bei der Neuproduktion von Anlagen entsteht. Das wird zunehmend auch von Kunden honoriert, die ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele dokumentieren müssen.

Die Anbieter kombinieren beim Retrofit zudem Technik- und Servicekompetenz: Hotline, Remote-Zugriff, Wartung, Schulung, Ersatzteile, Monitoring-Portale. Gleichzeitig eröffnet Retrofit neue Geschäftsfelder wie Add-on-Lösungen für Datenanalyse, modulare Schnittstellen für künftige Erweiterungen und vorausschauende Wartung.

Fazit: Retrofit ist kein Projekt, sondern ein Prozess

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen klar: Die Angebote sind vielfältig, aber nicht beliebig. Zwölf Unternehmen – zwölf verschiedene Ansätze. Was sie eint, ist die Überzeugung, dass Retrofit nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch technologisch und ökologisch zukunftsweisend ist. Wer Retrofit systematisch denkt, kann Anlagen erhalten, Kosten sparen, Nachhaltigkeit fördern – und gleichzeitig einen neuen Zugang zu Digitalisierung und KI schaffen. Es ist ein technischer, strategischer und kultureller Brückenschlag – zwischen Vergangenheit und Zukunft industrieller Lackiertechnik. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zeigt Tabelle 2. Verbindliche Leitfäden sind bislang selten – Orientierung bietet etwa ein aktueller Praxisleitfaden des VDMA (siehe Kasten).

Leitfaden: Maschinenbefähigung durch Industrie 4.0-Retrofit
Ein VDMA-Leitfaden, erschienen am 16. Januar 2024 und zuletzt aktualisiert am 4. März 2025, zeigt exemplarisch, wie Bestandsmaschinen durch ein Industrie 4.0-Retrofit in das industrielle Internet der Dinge eingebunden werden können. Ziel ist es, auch ältere Anlagen befähigen zu können, relevante Daten über standardisierte Schnittstellen bereitzustellen – sei es über vorhandene Steuerungen oder durch zusätzliche Sensorik. Der Leitfaden bietet eine systematische Einführung in das Thema und unterstützt mit einem Stufenmodell, Praxisbeispielen, Checklisten und einer Wirtschaftlichkeitsrechnung bei der Umsetzung.

Quelle: VDMA, „Maschinenbefähigung durch Industrie 4.0-Retrofit“
Download: Für VDMA-Mitglieder nach Login unter www.vdma.org verfügbar

Mit einem gezielten Retrofit können auch ältere Maschinen fit für Industrie 4.0 gemacht werden – der VDMA-Leitfaden zeigt, wie es geht.

Zum Netzwerken:

AABO-IDEAL A/S, DK-Faaborg, Steffen Skov Sørensen, Tel. +45 6261 6125, service@aabo-ideal.com, www.aabo-ideal.com

ASIS GmbH,  Landshut, Mathias Bauer, Tel. +49 871 27676-51, m.bauer@asis-gmbh.de, www.asis-gmbh.de

AFOTEK Anlagen für Oberflächentechnik GmbH, Bad Hersfeld, Kai Sinning, Tel.   +49 6621 507619, Kai.Sinning@afotek.de, www.afotek.de

b+m surface systems GmbH, Eiterfeld, Christina Kister, Tel. +49 6672 9292907, sales@bm-systems.com, www.bm-systems.com

Luterbach AG, CH Hildisrieden, Fabian Luccarini, Tel. + 41 41464-3506, luccarini@luterbach-ag.ch, www.luterbach-ag.ch

Feige Lackieranlagen GmbH & Co. KG, Nürtingen, Oliver Feige, Tel. +49 7022 90411-0, o.feige@feige-lackieranlagen.de, www.feige-lackieranlagen.de

Höcker Polytechnik GmbH, Hilter, Gerald Weisser, Tel. + 49 5409 405-430, gerald.weisser@hpt.net, www.hoecker-polytechnik.de

IDEAL-Trade Service, spol. s r.o. (ITS Brno), CZ-Brno Jörg Hetesy, Tel. +49 173 62 11 330, hetesy@hestego.de, www.itsbrno.de

Leutenegger + Frei AG, CH-Andwil SG, Stefan Matti, Tel. + 41 71 3888484, Stefan.matti@leutenegger.com, www.leutenegger.com

MEEH Pulverbeschichtungs und Staubfilteranlagen GmbH, Wimsheim, Noelte, Tel. +49 7044 95151-62, Mobil +49 163 8209008, n.noelte@jumbo-coat.de, www.jumbo-coat.de

SLF Oberflächentechnik GmbH, Emsdetten, Daniel Kamer, Tel. +49 2572 1537-250, d.kamer@slf.eu, www.slf.eu

Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück, Sören Steegmann, Tel. +49 5242 9603 287, soeren.steegmann@venjakob.de, www.venjakob.de