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Zukunftssicherung am Stammsitz

Skoda baut am Stammsitz in Mladá Boleslav eine hochmoderne Lackiererei, die ab 2029 E-Autos und Verbrenner flexibel auf einer Linie verarbeiten kann. Die Produktionskapazität steigt auf bis zu 2600 Karosserien pro Tag.

Computeranimation des neuen Gebäudes
Das neue Gebäude wird 301 m lang, 131 m breit und 32,5 m hoch sein – vergleichbar mit einem siebenstöckigen Haus. Foto: Skoda

Škoda Auto hat mit der Grundsteinlegung für eine moderne Lackiererei einen weiteren wichtigen Schritt zur Zukunftssicherung seines Stammwerks in Mladá Boleslav getan. Die Anlage, deren Eröffnung für 2029 geplant ist, wird eine Tageskapazität von bis zu 1600 Fahrzeugen haben. Zusammen mit den bestehenden Anlagen wird die tägliche Gesamtlackierkapazität im Werk Mladá Boleslav 2600 Fahrzeuge erreichen. In der hochmodernen Anlage kommen Automatisierung, Robotik und fortschrittliche Technologien zum Einsatz, um die Qualität jeder aufgetragenen Schutzschicht zu verbessern. Die Anlage kann sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch Elektrofahrzeuge lackieren und wird die betriebliche Effizienz und Flexibilität erheblich steigern. Sie wird auch zweifarbige Lackierungen und matte Oberflächen ermöglichen.

Verbrennungsmotor und Elektromodelle auf derselben Produktionslinie

Die neue Lackiererei wird die betriebliche Flexibilität deutlich erhöhen, da sie sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch Elektromodelle auf derselben Produktionslinie aufnehmen kann. Sie wird über einen neuen Einbrennofen verfügen, der für die präzise Aushärtung der Lacke während des gesamten Lackiervorgangs optimiert ist. Eine kombinierte Energiequelle, die Biogas und Strom nutzt, wird die Flexibilität erhöhen, die Emissionen reduzieren und die Kosten senken. Darüber hinaus wird die neue Lackiererei Maßstäbe in der Umweltverträglichkeit setzen: Die VOC-Emissionen werden um mehr als 14 g/m² und die CO₂-Emissionen insgesamt um 28% gesenkt, was wesentlich zum Ziel der klimaneutralen Produktion von Škoda Auto bis 2030 beiträgt.

Optimale Bedingungen für die moderne Karosseriebehandlung

Der Standort Mladá Boleslav verfügt derzeit über zwei Lackierereien, wobei die ursprüngliche Anlage seit 1996 in Betrieb ist. Diese ältere Anlage wird vollständig durch die neue Lackiererei ersetzt, die zusätzliche Möglichkeiten wie kontrastierende Dachfarben und matte Lackierungen bietet. Die zweite Lackiererei ist seit 2019 in Betrieb. Zusammen mit der neuen Anlage bietet das Škoda Stammwerk optimale Bedingungen für fortschrittliche Karosserieoberflächenbehandlungen.

Das neue Gebäude wird 301 m lang, 131 m breit und 32,5 m hoch sein – vergleichbar mit einem siebenstöckigen Haus. Die Gesamtfläche beträgt 118.000 m²– das entspricht mehr als 16 Fußballfeldern – und das Fördersystem erstreckt sich auf 1 km. Die Anlage entsteht auf einem Gelände direkt neben der kürzlich eröffneten Laurin & Klement-Brücke, das derzeit als Abstellfläche für gefertigte Fahrzeuge genutzt wird.

Nass-in-Nass-Lackierung

Der Oberflächenschutz der Karosserie besteht aus mehreren Schichten: einer kataphoretischen Korrosionsschutzbeschichtung, einer PVC-Beschichtung in gefährdeten Bereichen, gefolgt von Vorlacken und Basislacken, die im Nass-in-Nass-Verfahren aufgetragen werden. Zum ersten Mal setzt Škoda ein Verfahren ein, bei dem der farbintensive Basislack direkt auf die Kataphorese-Schicht aufgetragen wird, ohne dass die Grundierung eingebrannt werden muss. Das optimiert die Kosteneffizienz ohne Qualitätseinbußen. Der abschließende Klarlack und das Aussprühen der Hohlräume mit Schutzwachs vervollständigen den Prozess, so dass insgesamt eine Schichtdicke von etwa 100 µm (0,1 mm) erreicht wird.

Zum Netzwerken:
www.skoda-auto.de