Industrielle Anwendungen Nutzfahrzeuglackierung

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Leuchtend rot lackiert

Mit einer neuen Beschichtungsanlage am Standort Curitiba steigert die Horsch Maschinen GmbH ihre Produktionskapazitäten in Brasilien. Die modulare „Jumbo-Coat“-Anlage von Meeh ermöglicht flexible Prozesse für Pulver- und Nasslackierungen – und ist bereits auf weiteres Wachstum vorbereitet.

Blick auf ein langes, rot lackiertes Bauteil
Horsch lackiert die unterschiedlichsten Bauteile mit maximal 12 m x 3 m x 3 m und drei Tonnen je Werkstückträger. Foto: Horsch

Bereits jede zehnte Einzelkornsämaschine auf brasilianischen Feldern stammt von Horsch – und trägt das markante Rot aus deutscher Produktion. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat das Familienunternehmen aus Schwandorf seine Fertigung in Curitiba, Paraná, deutlich erweitert. Herzstück der neuen Infrastruktur ist eine von Meeh gelieferte, modular aufgebaute Pulverbeschichtungsanlage, die bis zu 65 Tonnen Stahl pro Woche verarbeitet.

Modularer Aufbau mit Zukunftspotenzial

Die neue „Jumbo-Coat“-Anlage ist auf hohe Flexibilität ausgelegt und lässt sich bei Bedarf erweitern. Sie umfasst derzeit fünf Prozesskabinen sowie einen großzügigen Verladebahnhof, verbunden über Traversen und zwei elektrische Querfahrbühnen mit integrierten Hub-Senk-Stationen. Lackiert werden Werkstücke bis zu einer Größe von 12 x 3 x 3 m und einem Gewicht von bis zu drei Tonnen.

Die Anlage erlaubt sowohl Pulver- als auch Nasslackierung – alle Maschinenteile können unabhängig von Geometrie oder Material bearbeitet werden. In der Vorbehandlung stehen eine Strahl- und eine Waschkabine zur Verfügung, im Lackierbereich eine Pulverkabine für das charakteristische Horsch-Rot und eine Nasslackkabine für graue Komponenten. Durch den Einsatz effizienter Rückgewinnungssysteme wird überschüssiges Pulver wiederverwendet, Farbwechsel entfallen vollständig.

Effizienz und Nachhaltigkeit im Fokus

Meeh hat die Anlage auf nachhaltigen Betrieb ausgelegt: Das Waschen erfolgt im Kreislaufbetrieb mit kaskadierten Bädern und Vakuumverdampfer, wodurch der Frischwasserbedarf deutlich reduziert wird. Zwei indirekt gasbeheizte Öfen ermöglichen ein paralleles Trocknen der Werkstücke. Jede Traverse erhält abhängig von ihrer Beladung eine individuelle Trocknungszeit – ein akustisches und optisches Signal zeigt den Abschluss an.

Auch ergonomisch ist die Anlage auf die großformatigen Bauteile abgestimmt: Hubarbeitsbühnen lassen sich unabhängig voneinander verfahren, während automatisierte Schwenkvorrichtungen das Handling der bis zu drei Tonnen schweren Tanks vereinfachen.

Horsch hat zudem Flächenreserven für den künftigen Ausbau vorgesehen. Noch in diesem Jahr sollen die Querfahrbühnen automatisiert und eine zweite Pulverkabine ergänzt werden – ein weiterer Schritt hin zur Serienproduktion „Made in Brazil“.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 15/2025:

  • welche technischen Besonderheiten Meeh in der Anlage umgesetzt hat,
  • wie Horsch die Energie- und Ressourceneffizienz der Prozesse optimiert,
  • und welche weiteren Automatisierungsschritte am Standort Curitiba geplant sind.

Zum Netzwerken:
Horsch do Brasil Ltda, BRA-Curitiba, Mathias Boldt, Tel. +55 41 3142 8900, mathias.boldt@horsch.com, www.horsch.com

Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH, Wimsheim, Ulrich Meeh, Tel. +49 7044 95151-0, info@jumbo-coat.de, www.jumbo-coat.de