Normen & Gesetze DIN Normen
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Oberflächen-Reinheit
Mehrere überarbeitete ISO-Normen präzisieren aktuell die Anforderungen an gereinigte und strahlvorbereitete Stahloberflächen. Im Fokus stehen insbesondere Prüfverfahren für lösliche Salze – ein entscheidender Faktor für die Beschichtbarkeit und Langzeitbeständigkeit industrieller Beschichtungen.
Die Vorbereitung von Stahloberflächen bleibt ein zentraler Qualitätsfaktor für jede industrielle Beschichtung. Vor allem Schweißnähte, Kanten und andere kritische Bereiche müssen zuverlässig beurteilt und gereinigt werden. Die DIN EN ISO 8501-3 definiert hierfür bekannte Unregelmäßigkeiten und legt drei Vorbereitungsgrade fest. In der aktuellen Entwurfsversion wurden die Abbildungen zu Mängelarten überarbeitet und neue Verweise auf ergänzende Regelwerke eingepflegt.
Fokus auf lösliche Salze
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Prüfung auf Chlorid- und andere wasserlösliche Rückstände. Denn selbst nach mechanischer Bearbeitung oder Strahlen können diese Verunreinigungen auf der Oberfläche verbleiben und die Haftung sowie den Korrosionsschutz eines Lacksystems beeinträchtigen.
Die überarbeitete DIN EN ISO 8502-2 beschreibt ein Laborverfahren zur Bestimmung von Chloriden auf gereinigten oder bereits beschichteten Stahloberflächen. Ergänzend dazu regelt der Entwurf der DIN EN ISO 8502-5 die Feldprüfung mithilfe von Prüfröhrchen – anwendbar vor und nach der Reinigung sowie zwischen einzelnen Beschichtungsschritten. Neu ist der Verweis auf die Extraktionsverfahren nach ISO 8502-6 oder -15.
Neue Extraktionsmethoden in der Praxis
Mit der DIN EN ISO 8502-15 steht erstmals ein praxisnahes Verfahren zur Säureextraktion löslicher Verunreinigungen bereit. Flexible Extraktionszellen – etwa Klebepflaster oder Hülsen – lassen sich auch auf komplex konturierten Bauteilen einsetzen. Die Analyse erfolgt anschließend über weitere Normenteile. Zudem ist die ISO/DIS 8502-16 in Vorbereitung, die ein Verfahren mit gesättigtem Filterpapier beschreibt.
Der Technische Bericht DIN CEN ISO/TR 15235 liefert ergänzend eine Bewertung der Auswirkungen wasserlöslicher Salzverunreinigungen auf die Beschichtbarkeit. Er gibt Orientierung, welche Rückstandslevel kritisch sein können – abhängig vom eingesetzten Lacksystem. Messungen können z.B. mittels Bresle-Verfahren nach ISO 8502-6 erfolgen; eine reine Leitfähigkeitsmessung erlaubt dagegen keine Unterscheidung einzelner Ionen.
Auch Strahlmittel selbst stehen im Fokus: Die überarbeitete DIN EN ISO 11127-8 beschreibt ein Feldverfahren zur Bestimmung wasserlöslicher Chloride in nichtmetallischen Strahlmitteln und liegt nun ebenfalls als Entwurf vor.
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Zum Netzwerken:
DIN – Normenausschuss Beschichtungsstoffe und Beschichtungen (NAB), Berlin, Bernd Reinmüller, Tel. +49 30 2601-2447, bernd.reinmueller@din.de, www.din.de