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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Die Flaute ist da

Zum Jahresende fragt BESSER LACKIEREN im Trendbarometer die Lackierbetriebe nach Highlights und Herausforderungen des Jahres. Erstmals überwiegen die Herausforderungen deutlich.

Grafische Aufbereitung der im Text erwähnten Daten.
Der Auftragsrückgang war 2025 mit Abstand die größte Herausforderung für industrielle Lackierbetriebe. Grafik: Redaktion

Es ist nicht so, dass Lackierbetriebe keine Highlights hätten; es wird investiert, neue Geräte angeschafft, Prozesse etabliert und Co. Tatsächlich zeichnet sich dabei jedoch ab, dass gespart wird. So nannten Ende 2024 noch 55,6% aller Lackierbetriebe neues Equipment als eines ihrer Highlights, was damals Platz eins im Ranking bedeutete. In der aktuellen Umfrage sind das nur noch 19%, was Platz 3 entspricht.

Das gilt in ähnlicher Form für viele weitere angefragte Möglichkeiten. So freuten sich im Jahr 2024 noch fast 28% aller Betriebe über die Einführung einer neuen Applikation, dieses Jahr sind es nur noch 12,5%. Eine neue Vorbehandlung oder mehr bzw. neue Messgeräte verlieren ebenfalls jeweils knapp über zehn Prozentpunkte. Generell fällt auf: Im letzten Jahr haben die befragten Lackierbetriebe im Durchschnitt noch fast zweieinhalb Highlights in der Umfrage ausgewählt; die aktuelle Umfrage weist hier nur einen Durchschnitt von 1,4 auf.

Einzig die Einführung neuer Lacksysteme konnte nennenswert zulegen und wurde aktuell von 43% aller befragten Lackierbetriebe genannt, während dies zuletzt nur 27,8% taten. Ein Umfrageteilnehmer berichtet beispielsweise davon, dass ein neuer Dünnschichtfüller etabliert wurde. Andere Highlights, die genannt werden, sind eine Erneuerung der Tauchlackierung, der Umstieg auf digitale 2K-Lackieranlagen, um mehr Transparenz auf der Prozessebene zu generieren und ähnliches.

Auftragslage auf breiter Front rückläufig

Doch die vorkommenden Highlights und Optimierungen sind weniger geworden; die Herausforderungen dagegen mehr. So zeigt sich, dass aktuell 63% aller befragten Lackierbetriebe einen spürbaren Auftragsrückgang als größte Herausforderung des aktuellen Jahres beklagen. Schon im letzten Jahr war die Auftragslage für ein gutes Drittel der Lackierbetriebe die größte Herausforderung, wurde damals aber vom Fachkräftemangel noch überflügelt. Dieser wird nun mit 20% zwar noch immer als zweithäufigste Herausforderung genannt, ist jedoch weit abgeschlagen.

Weitere Herausforderungen wie Lieferkettenprobleme oder Preissteigerungen spielen dagegen keine allzu große Rolle mehr, auch wenn wenige Umfrageteilnehmer diese weiterhin als größte Herausforderung betrachten. Der Umgang mit den Herausforderungen wird dabei von dem Versuch dominiert, die Effizienz zu steigern. 68,8% aller befragten Betriebe setzten auf dieses Mittel, gefolgt von der Suche nach neuen Kundenkreisen, was 43,8% aller befragten Unternehmen versuchen. Besonders einschneidend für Unternehmen ist immer der Personalabbau, der zwar Kosten spart, aber eben auch die Stimmung bei verbleibenden Mitarbeitern enorm negativ beeinflussen kann. Dennoch haben laut Umfrage mit 37,5% mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen Personal abgebaut. Das heißt nicht, dass große Kündigungswellen vorgenommen wurden, doch auch der der fehlende Kollege aus der Zeitarbeit oder die nicht nachbesetzte Ruhestandsstelle hinterlassen Spuren.

Auch die Produktionsreduktion steht bei über 31,3% der Lackierbetriebe auf der Lösungsliste. Im Gegenzug dazu haben lediglich 6,3% der befragten Betriebe den Personalstand erhöht, was den Abbau also nicht ausgleichen kann. Immerhin hat kein Umfrageteilnehmer davon berichtet die Produktion aufzugeben oder ins Ausland zu verlagern, ein Trend, der aber derzeit durchaus in der Gesamtindustrie zu beobachten ist. Gerade regional verankerte Lohnlackierer, die in der Umfrage stark vertreten sind, haben diese Option auch gar nicht. Einzelne Umfrageteilnehmer wünschen sich speziell aus Sicht des Mittelstands stärkere Unterstützung vom Staat, um Herausforderungen zu meistern.

BESSER LACKIEREN befragt für jede Ausgabe Entscheider aus der industriellen Lackiertechnik zu einem aktuellen Thema. Das schnelle Onlineverfahren ermöglicht eine hohe Beteiligung und somit ein exklusives Stimmungsbild. Möchten Sie auch teilnehmen? Eine formlose Email an jan.gesthuizen@vincentz.net genügt.