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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Stabilität, Investitionen und moderates Wachstum

Die Konjunktur bleibt schwach, doch Anlagen-, Geräte- und Lackhersteller sehen für 2026 vorsichtige Chancen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und funktionale Beschichtungen setzen die zentralen Akzente in der industriellen Lackiertechnik.

Dr. Silvia Schweizer (Freie Mitarbeiterin BESSER LACKIEREN)

Nahaufnahme des Applikators
Der neue Applikator ermöglicht hochauflösende Grafiken direkt auf Autokarosserien. Foto: Dürr Systems

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2026 bleiben anspruchsvoll. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren lediglich ein geringes Wachstum, Industrie und Bau zeigen sich weiterhin zurückhaltend. Auch die Industrielackierbranche rechnet nicht mit einer schnellen Trendwende, erwartet jedoch punktuelle Wachstumsimpulse und leicht steigende Investitionen. BESSER LACKIEREN hat Hersteller aus den Bereichen Anlagenbau, Applikationstechnik und Lacke gefragt, wie sie die Lage einschätzen und welche Themen die Branche in 2026 prägen werden.

Regulatorik, Kosten und Märkte als Belastungsfaktoren

Als eine der größten Herausforderungen nennen viele Experten die regulatorischen Rahmenbedingungen. Michael Wehnhardt von Akzo Nobel Powder Coatings verweist auf die anstehende SEAC-Konsultation zur PFAS-Regulierung. Entscheidend sei, nachhaltige Alternativen zu entwickeln, ohne problematische Ersatzstoffe einzusetzen. Gleichzeitig sehen andere Unternehmen vor allem wirtschaftliche Unsicherheiten: Steigende Kosten, volatile Märkte und eine verhaltene Nachfrage prägen die Erwartungen.

Bernd Dispan von Grimm Pulverlack betont den wachsenden Preisdruck auf Beschichtungsbetriebe. Gefragt seien daher ganzheitliche Produktionskonzepte, bei denen nicht allein der Lackpreis, sondern die Gesamteffizienz der Pulverbeschichtung im Fokus steht. Internationale Unsicherheiten, Handelshemmnisse und geopolitische Spannungen spielen ebenfalls eine Rolle – hier setzen Unternehmen wie Afotek und Dürr Systems auf stabile Lieferketten, starken Service und eine konsequent internationale Ausrichtung.

Innovationen zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Trotz der Zurückhaltung im Markt investieren viele Anbieter gezielt weiter. Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit gelten branchenübergreifend als zentrale Innovationstreiber. Dürr Systems arbeitet weiter am „Paint Shop of the Future“ und entwickelt neue Applikationskonzepte wie den „EcoNextJet“ für hochauflösendes Lackieren und Individualisierung. Afotek bringt mit KI-basierten Lösungen wie „CoatAnalytics“ und „CoatManager“ datengetriebene Prozessüberwachung direkt in die Lackierpraxis.

Im Lackbereich stehen funktionale und nachhaltige Systeme im Vordergrund. Ganzlin fokussiert die Weiterentwicklung bestehender Pulverlacksysteme und alternative Rohstoffe, während Grimm Pulverlack seine ESD-Pulverlacke sowie Beschichtungen für sicherheitsrelevante Anwendungen weiter ausbaut. Wagner setzt auf effizientere Applikationstechnik, neue Hochrotationszerstäuber, IoT-Plattformen und vereinfachte Reinigungsprozesse. Bei Akzo Nobel verstärkt sich der Trend zu hochwetterfesten Pulverlacken in Kombination mit Niedrigtemperaturtechnologien.

Unterm Strich bleibt 2026 ein Jahr der vorsichtigen Schritte. Wer gezielt investiert, Prozesse digitalisiert und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit verbindet, kann sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen Wettbewerbsvorteile sichern.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 1/2026:

  • Welche Investitionsfelder Hersteller für 2026 konkret empfehlen
  • Wie KI-Anwendungen die Lackierprozesse messbar verbessern
  • Welche Auswirkungen die PFAS-Diskussion auf die Produktentwicklung hat

Zum Netzwerken:
Afotek GmbH, Bad Hersfeld, Kai Sinning, Tel. +49 6621 5076-19, kai.sinning@afotek.de, www.afotek.de

Akzo Nobel Powder Coatings GmbH, Arnsberg, Michael Wehnhardt, Tel. +49 172 2449792, michael.wehnhardt@akzonobel.com, www.akzonobel.de

Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen, Carina Lachnit, Tel. +49 7142 78-4899, carina.lachnit@durr.com, www.durr.com

Ganzlin Beschichtungspulver GmbH, Ganzlin, André Beckerman, Tel. +49 38737 303-50, a.beckerman@ganzlin.com, www.ganzlin.com

Grimm Pulverlack GmbH, Schwäbisch Gmünd, Bernd Dispan, Mobil: +49 172 7334856, b.dispan@grimm-pulverlack.de, www.grimm-pulverlack.de

Wagner GmbH, Markdorf, Dr. Jens Arnoscht, Tel. +49 7544 5050, info@wagner-group.com, www.wagner-group.com