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„Wir wollen die Zukunftsthemen prominent darstellen“

Mit einer neuen Führungs- und Organisationsstruktur stellt das Fraunhofer IPA seinen Bereich Oberflächentechnik strategisch neu auf. Dr. Oliver Tiedje und Dr. Volker Wegmann erläutern, wie Kompetenzen gebündelt, Zukunftsthemen gestärkt und Industriepartner weiterhin gezielt unterstützt werden sollen.

Porträtfotos von Dr. Tiedje und Dr. Wegmann
Dr. Oliver Tiedje (li.) ist neuer Geschäftsbereichsleiter und wissenschaftlicher Direktor für die Oberflächentechnik am Fraunhofer IPA. Dr. Volker Wegmann (re.) ist nun Forschungsbereichsleiter und Geschäftsbereichsleiter am Fraunhofer IPA in der Oberflächentechnik. Fotos: Fraunhofer IPA

Zum Generationswechsel an der Spitze des Bereichs Oberflächentechnik nutzt das Fraunhofer IPA die Gelegenheit für eine inhaltliche und organisatorische Neuaufstellung. Nach dem Rückzug von Dr. Michael Hilt teilen sich Dr. Oliver Tiedje und Dr. Volker Wegmann die Verantwortung neu: Während Wegmann die Rolle des Forschungsbereichsleiters übernimmt, fungiert Tiedje künftig zusätzlich als wissenschaftlicher Direktor und bleibt Geschäftsbereichsleiter.

Klare Trennung von Forschung und Geschäft

Grundlage der Neustrukturierung ist ein institutsweit eingeführtes Organisationsmodell mit klarer Trennung zwischen Forschungs- und Geschäftsbereichen. Forschungsbereiche bündeln Mitarbeitende, Infrastruktur und Kompetenzen, während die Geschäftsbereiche für Strategie, Außendarstellung und Projektsteuerung verantwortlich sind. Innerhalb dieser Struktur will das IPA die Oberflächentechnik stärker entlang marktrelevanter Zukunftsthemen positionieren.

Inhaltlich rücken vor allem Ressourceneffizienz, Digitalisierung und Automatisierung in den Fokus. Dazu zählen unter anderem biobasierte und niedertemperaturhärtende Beschichtungen, energie- und materialsparende Prozesse sowie Kreislaufansätze. Parallel dazu sollen digitale Methoden – von der datenbasierten Lackformulierung bis hin zu KI-gestützten Prozessoptimierungen – stärker in die industrielle Anwendung gebracht werden.

Fünf Teams entlang der Prozesskette

Intern werden die Kompetenzen künftig in fünf Teams gebündelt: Anlagentechnik und Applikation, Materialentwicklung, Prozesstechnik und Analytik, Prüftechnik sowie Simulation und Prozessmodellierung. Damit bildet der Bereich die gesamte Prozesskette vom Rohstoff bis zum beschichteten Bauteil ab – kompakter und interdisziplinärer als zuvor.

Für die Mitarbeitenden bedeutet die Reorganisation keine Stellenstreichungen, sondern neue Zuordnungen. Die laufenden Projekte werden fortgeführt. Langfristig soll die neue Struktur die Basis für weiteres Wachstum bilden, auch wenn für 2026 zunächst mit Zurückhaltung gerechnet wird.

Mehr im Abo: Im ausführlichen Interview in Ausgabe 2/2026 lesen Abonnenten von BESSER LACKIEREN:

  • welche Rolle KI konkret in der Beschichtungstechnik spielen soll
  • wie das Fraunhofer IPA auf die Schwäche der Automobilindustrie reagiert
  • welche technologischen Schwerpunkte in den kommenden Jahren gesetzt werden

Zum Netzwerken:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Oliver Tiedje, Tel. +49 711970-1773, oliver.tiedje@ipa.fraunhofer.de
Dr. Volker Wegmann, Tel. +49 711970- 1753, volker.wegmann@ipa.fraunhofer.de
https://www.ipa.fraunhofer.de/de/loesungen/beschichtungen-und-multifunktionale-materialien.html