Industrielle Anwendungen Lohnbeschichtung
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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KI und Automation im Fokus
Mit über 250.000 beschichteten Teilen täglich, 52 Lackierrobotern und einer klaren KI-Strategie hat sich der Lohnbeschichter aus Meßkirch beim BESSER LACKIEREN Award 2025 in der Kategorie „Lohnbeschichter mit mehr als 100 Mitarbeitern“ durchgesetzt.
Direkt beim ersten Anlauf an die Spitze: Die Bix Lackierungen GmbH hat sich 2025 den ersten Platz in ihrer Kategorie gesichert. Ausschlaggebend waren die hohe Automatisierungstiefe, eine ausgeprägte Problemlösungskompetenz sowie die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells.
Der Lohnbeschichter bietet neben Pulver- und Nasslackierung auch weiterführende Prozesse wie Laserbeschriftung, Aluminiumbedampfung und Ultraschallverschweißung an. Mit einer Tagesleistung von mehr als 250.000 lackierten Teilen steht der Standort in Meßkirch für industrielle Skalierbarkeit und stabile Prozesse.
Verlagerungspartner mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit
Ein zentrales Differenzierungsmerkmal ist die Geschwindigkeit bei kritischen Projekten. So übernahm Bix kurz vor Weihnachten innerhalb von vier Tagen sechs schwarz-hochglänzende Bauteile für einen deutschen OEM, der mehrere tausend Fahrzeuge pro Woche damit ausstattet. Solche kurzfristigen Verlagerungen gehören zunehmend zum Kerngeschäft.
Ein Treiber ist die Additive Fertigung: Mehr als drei Millionen 3D-gedruckte Teile produziert das Unternehmen jährlich. Insbesondere im Bereich Maskierungen – etwa für Bad- und Küchenbauteile mit kleinen Losgrößen – setzt Bix auf selbst gefertigte Lösungen. Das reduziert Kosten, verkürzt Durchlaufzeiten und erhöht die technische Präzision.
Strategisch hat sich das Unternehmen breiter aufgestellt. Lag die Abhängigkeit von der Automobilindustrie früher deutlich höher, entfallen heute rund 65% des Geschäfts auf Automotive, der Rest ist diversifiziert. Das schafft Stabilität in einem volatilen Marktumfeld.
KI und digitale Fertigung im Fokus
Die technologische Basis bilden 17 Roboter-Lackieranlagen mit insgesamt 52 Robotern für wasser- und lösemittelbasierte Mehrschichtaufbauten. Hinzu kommen Flächenspritzautomaten, Handkabinen, Labortechnik und ein vollautomatisches Hochregallager.
Im Zentrum der weiteren Entwicklung steht die vollständige Digitalisierung der Fertigung. Ein eigens entwickeltes System ermöglicht die 100-prozentige Live-Auswertung aller Anlagen sowie die zentrale Steuerung sämtlicher Produktionsparameter. Perspektivisch prüft das Unternehmen, diese Lösung auch extern anzubieten.
Künstliche Intelligenz wird sowohl in direkten Produktionsprozessen als auch in indirekten Bereichen eingesetzt. Ziel ist es, manuelle Handling-Tätigkeiten weiter zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland langfristig zu sichern.
Das 1887 gegründete Familienunternehmen wird heute in fünfter Generation geführt. In seiner Laudatio betonte Dr. Michael Hilt die technologische Führungsrolle, die strategische Klarheit sowie die ökologische und organisatorische Ausrichtung des Betriebs. Bix positioniert sich damit als Referenzadresse für hochautomatisierte industrielle Beschichtung in Europa.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN lesen im ausführlichen Artikel in Ausgabe 3/2026 außerdem:
- Wie das KI-System technisch aufgebaut ist und welche Kennzahlen live ausgewertet werden
- Welche Rolle additive Fertigung in der Prozessintegration spielt
- Wie Bix Verlagerungsprojekte organisatorisch und qualitätssichernd absichert
Zum Netzwerken:
Bix Lackierungen GmbH, Meßkirch, Dr. Susanne Bix, Tel. +49 7575 9219-62, susanne.bix@bix.gmbh, www.bix-lackierungen.de