Industrielle Anwendungen Sonstige-Beschichtungen
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
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Effiziente Lackierstraße für Holzfassaden
Müller Fenster & Fassaden hat seine Fertigungskapazitäten am Standort Bottrop um eine hochautomatisierte Lackierlinie erweitert. Gemeinsam mit der Range + Heine GmbH übertrug das Familienunternehmen bewährte Prozesse aus der Holzfensterproduktion auf die Fassadentechnik – inklusive Robotik, 3D-Scanner und P+F-Fördertechnik.
Mit der Investition reagiert Müller Fenster & Fassaden auf die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Ziel der Geschäftsführer Stephan und Matthias Müller war es, die in Essen etablierten Beschichtungsstandards eins zu eins auf die Fassadenfertigung in Bottrop zu übertragen. Damit sollen Fenster und Fassadenelemente hinsichtlich Beschichtungsaufbau und Oberflächenqualität exakt aufeinander abgestimmt sein.
Den Zuschlag erhielt erneut Range + Heine. Der Anlagenspezialist hatte bereits die Fensterbeschichtungsanlage geplant, erweitert und modernisiert. Für das Projekt in Bottrop fungierte das Unternehmen als Generalunternehmer und koordinierte neben der Lackiertechnik auch Fördertechnik und Robotik.
Bewährte Prozesse auf neue Bauteildimensionen übertragen
Die Integration der neuen Lackierlinie stellte planerisch hohe Anforderungen. Die Bestandshalle besteht aus mehreren Gebäudeteilen unterschiedlicher Höhe. Entsprechend musste das Layout präzise auf die räumlichen Gegebenheiten abgestimmt werden.
Der Prozessablauf ist klar strukturiert: Grundieren, Fluten, Zwischenbeschichten, Spritzen, Kontrolle und robotergestützte Endbeschichtung. Die bis zu 7,5 m langen Fassadenelemente werden über eine ergonomische Hubsenkstation an die Rollenbahn der Schleifanlage gehängt. 6 m lange Traversen einer P+F-Anlage transportieren die Bauteile in die vollautomatische Flut- und Spritzanlage.
Nach dem Fluten werden Pfosten- und Rahmenkonstruktionen automatisiert schräg gestellt, um ein optimiertes Abtropfen zu gewährleisten. Eine Halogentrocknung sorgt für kurze Prozesszeiten. In der Roboterspritzkabine arbeiten zwei Lackierroboter synchron auf Verschiebewagen und applizieren zunächst einen Vorlack, nach Zwischentrocknung folgt der Decklack.
Automatisierung und Schnittstellen präzise abgestimmt
Die Anlage ist konsequent auf Effizienz und Materialeinsatz ausgelegt. Ein 3D-Scanner erkennt die Bauteile, die Zerstäubungsoptimierung „Airmatic“ von Ensutec unterstützt eine gleichmäßige Applikation. Parallel wurden angrenzende Gewerke integriert, darunter eine „Conturex“ von Weinig, eine „EcoLine“-Schleifanlage sowie eine Beschlagmontage.
Der Aufbau der Anlagentechnik erfolgte zwischen März und Juni 2025, noch im selben Monat ging die Linie in Betrieb. Entscheidender Erfolgsfaktor war laut Projektbeteiligten die frühzeitige Abstimmung aller Schnittstellen und ein klar definierter Zeitplan.
Mit der neuen, hochautomatisierten Lackierlinie stärkt Müller Fenster & Fassaden seine Position im anspruchsvollen Markt für Holz- und Holz-Aluminium-Fassaden. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie sich standardisierte Beschichtungsprozesse effizient auf neue Bauteilgrößen und -geometrien übertragen lassen.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN lesen im ausführlichen Beitrag in Ausgabe 4/2025 außerdem:
- wie die Prozesszeiten zwischen Flut-, Trocken- und Roboterstation abgestimmt wurden
- welche Rolle die Rosenheimer Richtlinien bei der Materialauswahl spielen
- wie Range + Heine die Bestandsarchitektur in das Anlagenlayout integriert hat
Zum Netzwerken:
Müller Fenster & Fassaden, Essen (Borbeck), Stephan Müller, Matthias Müller, Tel. +49 201 7640590, info@mueller-ff.de, www.mueller-fenster-fassaden.de
Range + Heine GmbH, Winnenden, Claudia Max-Heine, Tel. +49 7195 977254-0, max-heine@range-heine.de, www.range-heine.de