Industrielle Anwendungen Lohnbeschichtung
Mehr Tempo für die Pulverkabine
Mit einer schrittweisen Automatisierung statt einer kompletten Neuanlage hat Colour-Line seine Pulverbeschichtung deutlich leistungsfähiger gemacht. Der Umbau im laufenden Betrieb erhöhte den Durchsatz und verkürzte die Lieferzeiten.
Der Lohnbeschichter Colour-Line aus Bad Saulgau hat seine bestehende Pulverbeschichtungsanlage schrittweise automatisiert und damit die Produktivität deutlich gesteigert. Gemeinsam mit Anlagenbauer Meeh wurde ein kompakter Beschichtungsautomat innerhalb eines Wochenendes in die bestehende Anlage integriert – ohne die laufende Produktion wesentlich zu beeinträchtigen.
Durch die Automatisierung sank die Beschichtungszeit pro Warenträger um bis zu 70 %. Nach einer weiteren Optimierung des Materialhandlings erhöhte sich der tägliche Durchsatz von 22 auf 30 Warenträger. Gleichzeitig verbesserte sich die Prozessqualität und das Unternehmen kann heute Lieferzeiten von drei bis fünf Tagen realisieren.
Der kompakte Aufbau ermöglicht den Einsatz sowohl im automatischen als auch im manuellen Betrieb und eignet sich besonders für bestehende Anlagen mit begrenztem Platzangebot. Damit zeigt das Projekt, dass sich Automatisierung auch für mittelständische Lohnbeschichter schrittweise und mit überschaubarem Investitionsrisiko umsetzen lässt.
Im ausführlichen Artikel erfahren Abonnenten von BESSER LACKIEREN außerdem in Ausgabe 12/2026:
- wie der Beschichtungsautomat technisch aufgebaut ist und arbeitet,
- welche Rolle das optimierte Warenträger-Handling für den höheren Durchsatz spielt und
- warum Retrofit für Colour-Line die wirtschaftlich sinnvollere Alternative zum Neubau war.
Zum Netzwerken:
Colour-Line Oberflächentechnik GmbH, Bad Saulgau, Deniz Ünal, Tel. +49 581 92091-80, d.uenal@colour-line.gmbh, www.colour-line.gmbh
Meeh Pulverbeschichtungs- und Staubfilteranlagen GmbH, Wimsheim, Timo Philippin, Tel. +49 7044 95151-0, info@jumbo-coat.de, www.jumbo-coat.de