Marktgeschehen Trendbarometer
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Ungeliebte Ausbildung
Das Schuljahr ist rum und Schüler und Schülerinnen genießen die Sommerferien. Die Abschlussjahrgänge hingegen suchen nach Studien- und Ausbildungsplätzen. Für Lackierbetriebe bleibt es schwer, diese von sich zu überzeugen, wie das aktuelle Trendbarometer zeigt.
Viele Unternehmen berichten, dass es zunehmend schwerer wird, Jugendliche für eine Ausbildung in einem Lackierbetrieb zu gewinnen. Das haben bereits frühere BESSER LACKIEREN Trendbarometer gezeigt. Zahlreiche Studien belegen, dass Industrie und Jugendliche oft nicht auf denselben Kanälen kommunizieren. So gab in der aktuellen Befragung wieder kein einziger befragter Lackierbetrieb an, Social-Media-Kanäle wie Snapchat oder TikTok zu bespielen, die sich bei Jugendlichen jedoch hoher Beliebtheit erfreuen. Berufliche Netzwerke wie LinkedIn werden hingegen von potenziellen Auszubildenden selten genutzt. Diese nutzen in der Regel Personen, die schon einige Zeit im Berufsleben stehen.
Trend verschärft Nachwuchsproblematik
Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt einen weiteren Trend, der die Nachwuchsproblematik verschärft. Immer mehr Jugendliche ziehen es vor nach dem Ende der Schullaufbahn zunächst ungelernt zu arbeiten. Ein gefährlicher und für die Betroffenen auf lange Dauer kurzsichtiger Trend. Wie die Studie zeigt, geschieht dies aus eigentlich vermeidbaren Gründen. Denn betroffen sind vor allem Jugendliche aus Haushalten mit einem niedrigeren Bildungsniveau. Sie geben an, Probleme zu haben, gute Bewerbungen zu schreiben oder fühlen sich von Stellenausschreibungen abgeschreckt, bei denen sie nicht alle Anforderungen erfüllen. Dabei ist gerade in diesen sozialen Schichten die klassische Ausbildung laut Studie besonders beliebt.
Zudem benennt die Studie einen weiteren Faktor: Sogenannte Helferjobs versprechen zumindest kurzfristig die besseren Verdienstaussichten, was gerade auf Menschen mit niedrigem Einkommen attraktiv wirkt. Die hohen Inflationsraten der letzten Jahre, haben diesen Personenkreis besonders hart getroffen.
Stellenausschreibungen niedrigschwelliger formulieren und nachqualifizieren
Diese neuen Umfrageerkenntnisse bieten zumindest Chancen die Situation ein wenig zu verbessern. Zwar können Lackierbetriebe das Gehalt für Auszubildende nicht beliebig erhöhen, aber sie können darüber nachdenken, Stellenausschreibungen niedrigschwelliger zu formulieren oder über die Nachqualifizierung von Jugendlichen, die in die Hilfsarbeiter-Falle getappt sind, zu ausgebildeten Fachkräften zu kommen. „Es gibt generell sehr wenige Bewerbungen auf den Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik“, erklärt ein Umfrageteilnehmer und berichtet, dass man beispielsweise deutlich mehr Bewerbungen für Konstruktionsmechaniker erhalte. Ähnlich äußern sich weitere Umfrageteilnehmer.
BESSER LACKIEREN befragt für jede Ausgabe Entscheider aus der industriellen Lackiertechnik zu einem aktuellen Thema. Das schnelle Onlineverfahren ermöglicht eine hohe Beteiligung und somit ein exklusives Stimmungsbild. Möchten Sie auch teilnehmen? Eine formlose Email an jan.gesthuizen@vincentz.net genügt.