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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Bestehende Fördertechnik für die Zukunft aufrüsten

Retrofit ist derzeit in aller Munde; denn mit dem Austausch veralteter oder verschlissener Bauteile werden bestehende Anlagen wirtschaftlich und nachhaltig für die Zukunft gerüstet. Das gilt insbesondere für die häufig im Lackierbereich eingesetzten Power- & Free-Anlagen (P&F). SEH Engineering bietet dafür statt neuer Hardware wiederaufbereitete Bauteile an. BESSER LACKIEREN sprach mit Geschäftsführer Carsten Schmidt über die Vorteile, die mit dem Einsatz von Retrofit-Bauteilen bei der Fördertechnik verbunden sind. Ebenfalls ein Thema: Predictive Engineering als Teil des Planungs- und Konstruktionsprozesses.

Lackierung eines Retrofit-Bauteils
Nach dem Lackieren lassen sich die Retrofit-Bauteile nicht mehr von neuen Komponenten unterscheiden. Foto: SEH Engineering

Die Nachfrage nach Retrofit-Lösungen in der Fördertechnik steigt spürbar. Insbesondere bei Power-&-Free-Anlagen (P&F) sehen Experten großes Potenzial, bestehende Systeme wirtschaftlich und nachhaltig zu modernisieren. Wie Geschäftsführer Carsten Schmidt erläutert, sind diese Anlagen aufgrund ihrer robusten Bauweise prädestiniert für eine Wiederaufbereitung mechanischer Komponenten.

Wiederaufbereitung statt Komplettaustausch

Im Zentrum des Retrofit-Ansatzes steht bei SEH Engineering die Zweiteilung: Zum einen die Modernisierung von Steuerungs- und Sicherheitstechnik mit Neuteilen, zum anderen der Einsatz mechanisch überholter Komponenten wie Ketten, Schienen oder Weichen. Verschleißteile werden grundsätzlich erneuert.

Die Basis für das Retrofit bilden gebrauchte Anlagen, die demontiert, geprüft und wiederaufbereitet werden. Laut Unternehmen erreichen diese Komponenten hinsichtlich Zuverlässigkeit und Lebensdauer das Niveau von Neuteilen – inklusive entsprechender Garantien. Gleichzeitig profitieren Anwender von kürzeren Lieferzeiten, da ein umfangreiches Lager an Retrofit-Komponenten verfügbar ist.

Predictive Engineering beschleunigt Planung

Ein weiterer Baustein ist das sogenannte Predictive Engineering. Dabei handelt es sich um eine digitale Planungsmethode, die 3D-Scans mit Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen kombiniert. Ziel ist eine vorausschauende Konstruktion, bei der alle relevanten Umgebungsbedingungen bereits frühzeitig berücksichtigt werden.

Die digitale Erfassung der Produktionsumgebung ermöglicht eine präzise Planung von Umbauten oder Erweiterungen und reduziert Risiken bei der späteren Montage. Gleichzeitig erhalten Kunden eine visualisierte Darstellung der künftigen Anlage, die interne Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse erleichtert. Nach Angaben von SEH lassen sich so bereits bis zu 40% der vorbereitenden Arbeiten vorziehen.

Einsparpotenziale von bis zu 25%

Neben der technischen Machbarkeit steht für viele Lackierbetriebe die Wirtschaftlichkeit im Fokus. Laut SEH Engineering können durch den Einsatz von Retrofit-Komponenten bei einer neuen P&F-Anlage bis zu 50% der Kosten für mechanische Bauteile eingespart werden. In Summe entspricht dies rund 25% der Gesamtinvestition.

Am Beispiel einer Anlage mit einem Investitionsvolumen von 500.000 Euro ergibt sich so ein Einsparpotenzial von etwa 125.000 Euro – bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit. Entsprechend wächst das Interesse der Anwender: Retrofit-Komponenten werden zunehmend nicht nur für Modernisierungen, sondern auch bei Neuanlagen nachgefragt.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 5/2026 außerdem:

  • Wie Retrofit-Projekte konkret geplant und im laufenden Betrieb umgesetzt werden
  • Welche Rolle Lagerverfügbarkeit und Lieferzeiten in der Praxis spielen
  • Wie sich Predictive Engineering im Detail auf Projektlaufzeiten und Risiken auswirkt

Zum Netzwerken:
SEH Engineering GmbH, Ostrhauderfehn, Carsten Schmidt, Geschäftsführung Fördersysteme, Tel. +49 4952 807-44, carsten.schmidt@seh.eiffage.de, www.seh-foerdersysteme.de