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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Innovative Beschichtungsprozesse für Land- und Baumaschinen

Am 26. März 2025 haben Anwender die Möglichkeit, sich bei der BESSER LACKIEREN Expo Live „Innovative Beschichtungsprozesse für Land- und Baumaschinen“ darüber zu informieren, wie moderne Technologien und neue Beschichtungsmaterialien die Leistung und Haltbarkeit der Produkte steigern und welche technologischen Neuheiten in den Lackierprozessen eingesetzt werden. Im Rahmen des Online-Events zeigen die Referenten anhand von aktuellen Praxisbeispielen, wie Hersteller und Zulieferer den hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden und welche neuen und weiterentwickelten Technologien dabei zum Einsatz kommen.

Marko Schmidt (Redakteur)

Blick in eine Lackierkabine
Die Automatisierung und der Einsatz von Lackierrobotern bei Land- und Baumaschinen ist ein Hebel, um Beschichtungsprozesse wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten. Foto: Redaktion

Der Lackierprozess von Land- und Baumaschinen stellt aufgrund der Bauteilgröße, Materialvielfalt und hohen Anforderungen an Korrosionsschutz und optische Oberflächenqualität eine besondere Herausforderung dar.

Anlagenplanung und effiziente Anlagentechnik

Michael Nazar Bogdan, Projektleiter Lackierprozessentwicklung am Fraunhofer IPA stellt das Thema „Lackierung von Großobjekten im Kontext der Beschichtung von Land- und Baumaschinen“ in den Fokus seines Impulsvortrags. Dabei gibt er einen Überblick über die Besonderheiten bei der Lackierung von Großobjekten und stellt die wesentlichen Aufgaben einer Lackieranlage mit Blick auf ihre Ausprägung auf das Teilespektrum vor. Dabei stehen die Anforderungen an Lackierprozesse hinsichtlich Lufttechnik, Wärmetechnik und Arbeitsschutz im Blickpunkt. Darüber hinaus erfahren Teilnehmer anhand von Beispielen, wie sich die Energieeffizienz verbessern und bestehende Lackieranlagen optimieren lassen. Weiterhin kann eine durchdachte Planung und Optimierung entscheidend zur Kostenreduktion, Effizienzsteigerung und Umweltfreundlichkeit beitragen.

Rainer Göpfrich von Qubus stellt in seinem Vortrag „Lackierprozesse für Land- und Baumaschinen effizient planen und optimieren“ bewährte Strategien und innovative Ansätze vor. Besonderes Augenmerk liegt auf folgenden Themenschwerpunkten:

  • Analyse und Optimierung bestehender Lackieranlagen zur Steigerung der Produktivität und Reduktion des Materialverbrauchs
  • Entwicklung maßgeschneiderter Lackierkonzepte unter Berücksichtigung branchenspezifischer Anforderungen und Umweltrichtlinien
  • Integration moderner Förder- und Trocknungssysteme für eine energieeffiziente und wirtschaftliche Produktion
  • Digitale Prozesssimulationen und Machbarkeitsstudien zur Sicherstellung optimaler Abläufe, bereits in der Planungsphase

Moderne Technologien

„Von der Vision zur Realität: Modernste Lackiertechnologie für die Fendt-Traktorenmontage“ lautet der Vortrag von Afotek. Die neue Komponenten-Lackieranlage bei Fendt in Marktoberdorf steht exemplarisch für den Einsatz modernster Technologien und nachhaltiger Lösungen im industriellen Anlagenbau. Das Projekt vereint innovative Lackiertechnologien mit robotergestützter Präzision, um höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Im Mittelpunkt standen nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Im Vortrag zeigen die Referentinnen Dorothea Allgaier und Katrin Sinning, wie durch Innovation und Entschlossenheit eine zukunftsweisende Anlage entstand, die sowohl ökologische als auch arbeitsplatzbezogene Standards neu definiert.

Nils Noelte und Dario Virone von Meeh referieren zum Thema „Effiziente Pulverbeschichtung für Landmaschinenbau und Agrartechnik“. In ihrem Vortrag stellen die Referenten maßgeschneiderte Komplett-Beschichtungsanlagen für Groß- und Kleinteile vor, die sich flexibel an die Kundenanforderungen anpassen lassen. Die modular erweiterbaren Systeme umfassen u.a. Drehvorrichtungen, Auf- und Abnahmestationen sowie individuelle Vorbehandlungsoptionen wie Waschautomaten oder Strahlen/Sweepen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten für einen hohen Automatisierungsgrad der Pulverbeschichtung vorgestellt. Anhand des renommierten Landmaschinenherstellers Horsch stellen die Referenten Lösungen vor, die bereits erfolgreich eingesetzt werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Systeme sowohl die Prozesssicherheit als auch die Effizienz in der Pulverbeschichtung maßgeblich steigern.

Der Beschichtungsprozess bei Land- und Baumaschinen wird häufig noch manuell ausgeführt. Dabei stehen Unternehmen zunehmend vor der Herausforderung, geeignete Mitarbeiter zu finden. Daher bietet sich die Automatisierung an: Viele manuelle Beschichtungsprozesse haben das Potenzial, mit dem Einsatz von Robotertechnik automatisiert zu werden.

Automatisierung

Ein Roboter in Kombination mit Applikationstechnik bildet keine besondere Herausforderung an den Anwender, vielmehr die Bahnprogrammierung. Referent Bruno Leichte von Robonnement stellt in seinem Vortrag „Innovative Bahnprogrammierung: Self-Teaching in Kombination mit Offline-Simulation“ das Self-Teaching in den Fokus, bei dem die Bewegungen des Beschichters „live“ aufgenommen werden. Innovativ sei dabei, dass dem Anwender die Möglichkeit geboten wird, im Nachhinein dieses Bewegungsprofil anzupassen und es viele weitere Möglichkeiten gibt, den Lackierprozess flexibel zu gestalten.

Der Vortrag von Michael Ernst von 3D.aero lautet: „Keine Angst vor Automatisierung: So gelingt Roboterprogrammierung bei variantenreichen Kleinserien“. Dabei wird ein praxiserprobter Lösungsansatz vorgestellt, der den Automatisierungsprozess vereinfacht und effizienter gestaltet. Anhand eines konkreten Anwendungsfalls wird gezeigt, wie Unternehmen durch automatische Roboterprogrammierung trotz variantenreicher Bauteile und fehlender CAD-Daten eine zuverlässige Roboterbeschichtung umsetzen können.

„Closed-Loop bei Land- und Baumaschinen: Qualität steigern, Material sparen“ lautet der Vortrag von Nils Reinke von coatmaster. Land- und Baumaschinen benötigen hochwertige Beschichtungslösungen, die nicht nur die Außenseiten, sondern auch innere Komponenten schützen. Die „Closed-Loop“-Technologie gewährleistet laut Anbieter eine Echtzeit-Präzision, reduziert den Materialverbrauch und verbessert die Beschichtungsqualität. Anhand von Beispielen zeigt der Vortrag auf, wie Anwender Pulverlack sparen, Nacharbeit reduzieren und enge Toleranzen an kritischen Bauteilen zuverlässig einhalten.

Wirtschaftliche Lacksysteme

Neben der Anlagentechnik sind langlebige, widerstandsfähige und wirtschaftliche Beschichtungen von zentraler Bedeutung. So werden KTL-Beschichtungen sowohl als Grundierung als auch als Einschichtsystem eingesetzt. Seit einigen Jahren ist ein Tauchlack-System auf dem Markt, das mindestens gleichwertige Eigenschaften wie KTL hat, keinen Strom zur Abscheidung benötigt und in zwei entscheidenden Punkten deutliche Qualitätsvorteile gegenüber konventionellen KTL-Systemen vorweisen kann. Detlef Hildebrandt von Rippert stellt in seinem Vortrag dar, ob und wann „Viant“ eine Alternative zu KTL sein kann. Eine Verdrängung der KTL-Systeme wird durch „VIANT“ nicht stattfinden, es ergeben sich aber hochinteressante Nischenlösungen, die bereits in Produktionsanlagen erfolgreich laufen.

Ariel Abaew von der Lankwitzer Lackfabrik stellt „Evo- Kure“, eine innovative, ofenfreie Lacktechnologie in den Mittelpunkt seines Vortrags. Damit bietet der Lackhersteller eigenen Angaben zufolge ein Beschichtungssystem, das nicht nur höchste Qualitätsstandards erfüllt, sondern gleichzeitig Energieeinsparungen, CO2-Reduktion und Prozessoptimierung ermöglicht. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie Anwender mit „EvoKure“ den Beschichtungsprozess effizienter und nachhaltiger gestalten können und welche konkreten Vorteile sich für Anwender ergeben.

Andreas Gehling und Thorsten Bollinger von IGP zeigen auf, wie Anwender massive Bauteile kosteneffizient beschichten können. In ihrem Vortrag stellen die beiden Referenten effiziente Beschichtungslösungen für massive Bauteile in der Land- und Baumaschinenindustrie vor. Zudem gehen die Lackexperten darauf ein, wie Anwender durch den Einsatz innovativer Pulverlacke Kosten optimieren können.

Die Teilnahme an dem Online-Event ist kostenfrei. Nähere Details zu Ablauf und Anmeldung gibt es auf der Website www.besserlackieren.de in der Rubrik Veranstaltungen.

Tipp: Nutzwertige Einblicke bietet auch die nächste BESSER LACKIEREN vor Ort, die am 1. und 2. Juli unter dem Motto „Innovatives Lackierkonzept vereint Automatisierung, Effizienz und Nachhaltigkeit“ bei John Deere in Mannheim stattfindet.

ZUM NETZWERKEN:
BESSER LACKIEREN, Hannover, Wiebke Drohla, Tel.+49 511 9910-383, wiebke.drohla@vincentz.net, www.besserlackieren.de