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Preis „Die Oberfläche 2026“ verliehen

Mit der Verleihung des Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis „Die Oberfläche 2026“ würdigte die Jury Lösungen, die chemische Reinigungsprozesse ersetzen, Rezyklate in die Galvanik bringen und Gold in der Leistungselektronik überflüssig machen. Die Gewinner erhielten die Auszeichnungen auf der Surface Technology Germany in Stuttgart.

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Die Preisträger und Nominierten des Oberflächentechnik-Preises 2026. Die Auszeichnungen wurden auf dem Expertenforum der Surface Technology verliehen. Foto: Deutsche Messe AG, Ole Spata

Oberflächentechnik ist weit mehr als die sichtbare Außenhaut eines Produkts. Typische Verfahren reichen von Schleifen, Polieren und Strahlen über Lackieren, Galvanisieren und Beschichten bis hin zu Härten, Nitrieren und Oxidieren. Die drei ausgezeichneten Innovationen des Stuttgarter Oberflächentechnik-Preises 2026 zeigen exemplarisch, wie weit die Branche diese Disziplinen weiterentwickelt hat.

Preisträger 2026

Den ersten Preis erhielt die gemeinsame Entwicklung LAMA der Firmen SLCR Lasertechnik GmbH und Dörken Coatings GmbH & Co. KG. Das laserbasierte System reinigt metallisches Massenschüttgut wie Schrauben, Muttern und Clips in einem einzigen Schritt und ersetzt damit chemische Reinigungsprozesse in Kombination mit mechanischem Strahlen. Den zweiten Preis vergab die Jury an BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG für das Remap-Konzept, das erstmals Class-A-Hochglanzoberflächen aus Kunststoffrezyklaten in der dekorativen Galvanik ermöglicht. Der dritte Preis ging an die Firma Enayati Oberflächentechnik GmbH für das AgTherm-Hochtemperatur- Silberschichtsystem, das Gold als Kontaktmaterial in der Leistungselektronik bei Dauertemperaturen über 200 °C ersetzt.

Ein klares Fazit zieht der Initiator des Preises, Martin Metzner, Geschäftssegmentleiter Ressourceneffiziente Materialien und Prozesse am Fraunhofer IPA: „Die Innovationskraft der Branche beeindruckt mich nach zehn Preisverleihungen immer wieder aufs Neue. Die Bewerbungen zeigen, wie aus realen industriellen Herausforderungen praxisnahe und zukunftsweisende Lösungen entstehen. Der ausgeprägte Tüftlergeist wird in den ausgezeichneten Technologien und Anwendungen besonders sichtbar.“

„Die Oberfläche“ feiert Jubiläum

Der Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis ist jetzt zum 10. Mal vergeben worden: 2012 das erste Mal und seit 2018 verleiht das Fraunhofer IPA die Auszeichnung alle zwei Jahre auf der internationalen Fachmesse Surface Technology Germany in Stuttgart.

Die unabhängige Fachjury bestand aus Dr.-Ing. Martin Metzner vom Fraunhofer IPA, Dr. Martin Riester vom VDMA Oberflächentechnik sowie Dr. Michael Hilt von der Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke e. V. Die Juroren bewerteten alle Bewerbungen nach vier zentralen Kriterien: Innovationssprung, Nachhaltigkeit, Enabler-Qualität und industrielle Machbarkeit. Sie nominierten fünf Einreichungen und wählten daraus drei Preisträger aus. Die weiteren nominierten Bewerbungen waren DITEC GmbH mit dem Thema „Fortschrittliches digitales Elektrolytmanagement“ und iwis mobility systems GmbH & Co. KG mit „TRITAN – Inline-PVDBeschichtung für Wälzkörper in Großserie“.

Zum Netzwerken:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr.-Ing. Martin Metzner, Tel. +49 711 970-1041, martin.metzner@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de