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Stahl-Vorbehandlung auf aktuellem Stand
Die DIN NAB hat aktuell fünf Normteile zur Vorbehandlung von Stahloberflächen überarbeitet. Sie betreffen unter anderem die Verfahren der Säurebeizung, des Wasserstrahlens und die Anforderungen an metallische und nichtmetallische Strahlmittel.
Die richtige Vorbehandlung von Stahloberflächen ist entscheidend für die Qualität und Langlebigkeit von Beschichtungen. In diesem Zusammenhang hat die DIN NAB mehrere Normen aktualisiert, die verschiedene Verfahren und Anforderungen regeln.
Neue Standards für Säurebeizen und Wasserstrahlen
Eine zentrale Methode der Vorbehandlung ist die Säurebeizung, die in der DIN EN ISO 8504-4 beschrieben wird. Diese Norm, die seit Februar in aktualisierter Form gültig ist, legt Anforderungen an Beizflüssigkeiten, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Verfahrensschritte wie Entfetten, Beizen, Nachbehandlung und Qualitätskontrolle fest. Das Verfahren dient vor allem der Entfernung von Rost und Walzzunder, ist jedoch für Ölrückstände weniger geeignet.
Alternativ kann die Reinigung von Stahloberflächen durch Wasserstrahlen erfolgen. Die DIN EN ISO 8504-5, gültig seit September 2024, beschreibt unterschiedliche Druckstufen von Niederdruck- bis Ultrahochdruckreinigung. Sie beinhaltet zudem Sicherheitsaspekte, Systemauswahl und Parameter zur Optimierung der Reinigungsleistung.
Qualitätsanforderungen an Strahlmittel
Mechanische Vorbehandlungsmethoden, insbesondere das Strahlen mit metallischen und nichtmetallischen Strahlmitteln, spielen eine zentrale Rolle. Die DIN EN ISO 11125-5 regelt die Qualitätsprüfung metallischer Strahlmittel, insbesondere die Bestimmung des Anteils an defekten Körnern. Diese Änderungen flossen in den aktuellen Entwurf ein.
Für nichtmetallische Strahlmittel ist die DIN EN ISO 11126 maßgeblich. In der überarbeiteten Fassung wurden die Tabellen zu den gebräuchlichsten Strahlmitteln aktualisiert und der Anhang zu internationalen Normen erweitert. Besonders relevant ist Teil 10 der Normenreihe, der Anforderungen an Strahlmittel aus Granat (Almandin) festlegt. Hier wurden neue Klassen der Strahlmittel eingeführt und der Bereich für die scheinbare Dichte erweitert.
Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im detaillierten Artikel in Ausgabe 4/2025 zudem:
- Welche Prozessflüssigkeiten und Reinheitskriterien für die Beizung definiert wurden
- Wie sich die neuen Vorgaben für metallische und nichtmetallische Strahlmittel auf die Praxis auswirken
- Welche neuen Grenzwerte für Strahlmittel aus Granat in Kraft treten
ZUM NETZWERKEN:
DIN – Normenausschuss Beschichtungsstoffe und Beschichtungen (NAB), Berlin, Bernd Reinmüller, Tel. +49 30 2601-2447, bernd.reinmueller@din.de, www.din.de