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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Widerstand gegen Beanspruchung

Aktuelle Überarbeitungen von sechs Normen passen die Prüfbedingungen für Beschichtungen an den aktuellen Stand der Technik an: Klarere Anforderungen und präzisere Begriffsdefinitionen sorgen für realitätsnahe Tests unter Einwirkung von Feuchtigkeit, Korrosion, UV-Strahlung und mechanischer Belastung. Auch Reinigungsfähigkeit, Nassabriebbeständigkeit und Schichtdickenmessung wurden aktualisiert.

Symbolgrafik: Ein Mann vor einer überdimensionalen Prüfanlage
Der Schutz einer Beschichtung ist das oberste Ziel einer Lackierung. Die Wirkung kann u.a. in Klimakammern überprüft werden. Grafik: KI-generiertes Bild, erstellt mit DALL-E

Die Anforderungen an Beschichtungen steigen – ebenso die Ansprüche an ihre Prüfung. Sechs überarbeitete Normen sorgen nun für klarere Verfahren und präzisere Begriffsdefinitionen, die die Alltagstauglichkeit und Vergleichbarkeit von Prüfergebnissen erhöhen.

Anpassungen bei Feuchtigkeit, Korrosion und UV-Strahlung

Ein Schwerpunkt liegt auf der Prüfung der Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit. In der aktualisierten Fassung der DIN EN ISO 6270-2 wurden beispielsweise neue Vorgaben zur Kammerbelüftung aufgenommen, ein Verfahren zur diskontinuierlichen Kondensation ergänzt und die Regeln für den Abstand zwischen den Prüfkörpern präzisiert. Die Empfehlungen sollen Prüfbedingungen weiter harmonisieren, ohne unnötige Komplexität zu schaffen.

Auch die DIN EN ISO 11997-Reihe zur Beständigkeit gegen zyklische Korrosionsbelastungen wurde umfassend angepasst: Teil 2 befindet sich derzeit als Entwurf in der Überarbeitung, während Teil 3 bereits veröffentlicht ist. Hier stehen nun insbesondere Aluminium, Stahl und verzinkter Stahl im Fokus. Die Tests kombinieren Salzsprühnebel, UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Trockenphasen zu praxisnahen Belastungszyklen – auch für Anwendungen jenseits des Automobilbaus.

Schichtdickenmessung und mechanische Beständigkeit

Nicht nur Umweltbelastungen, auch mechanische Anforderungen wurden in den Blick genommen: Die DIN EN ISO 20567-4 regelt nun international die Multischlagprüfung auf kleinen Flächen, um die Steinschlagresistenz von Automobillackierungen zuverlässig zu bewerten. Parallel wurde die Ultraschallmessung zur Schichtdickenbestimmung (DIN EN ISO 19397) offiziell als Norm etabliert, nachdem sie zuvor nur als Technische Spezifikation vorlag.

In Bezug auf die Reinigungsfähigkeit und Nassabriebbeständigkeit bleibt es spannend: Hier steht die finale Überarbeitung der DIN EN ISO 11998 noch aus. Bereits jetzt definiert sie aber ein Kurzverfahren zur Nassabriebbeständigkeit und beschreibt die Grundlagen zur Reinigungsprüfung – allerdings ohne konkrete Vorgaben zu den verwendeten Verschmutzungsmitteln.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 7/2025:

  • Welche neuen Prüfbedingungen speziell für Automobilbeschichtungen gelten
  • Wie sich die Bestimmung der Schichtdicke auf metallischen und nichtmetallischen Substraten verändert hat
  • Was sich bei der Bewertung der Reinigungsfähigkeit von Beschichtungen künftig ändert

Zum Netzwerken:
DIN – Normenausschuss Beschichtungsstoffe und Beschichtungen (NAB), Berlin, Bernd Reinmüller, Tel. +49 30 2601-2447, bernd.reinmueller@din.de, www.din.de