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UV-Härtung vor dem Wandel
Die RoHS-Richtlinie erhöht den Druck auf die industrielle Lackiertechnik: Spätestens 2027 könnte die Ausnahmeregelung für UV-Quecksilberlampen enden. Für Lackierbetriebe stellt sich damit die Frage nach geeigneten Alternativen – und nach dem richtigen Zeitpunkt für den Technologiewechsel.
UV-Quecksilberlampen zählen seit Jahrzehnten zu den etablierten Technologien in der industriellen Oberflächenveredelung. Vor allem in der Möbel- und Fußbodenindustrie ermöglichen sie schnelle Aushärtungsprozesse und hochwertige Oberflächen. Doch mit der europäischen RoHS-Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances) gerät die Technologie zunehmend unter Druck. Hintergrund ist das enthaltene Quecksilber, das als gefährlicher Stoff gilt und langfristig aus Elektro- und Elektronikgeräten verschwinden soll.
Zwar gilt derzeit noch eine Ausnahmeregelung bis Februar 2027, eine Verlängerung bis 2032 wird in der Branche diskutiert. Dennoch wächst der Handlungsdruck für Unternehmen, sich frühzeitig mit Ersatztechnologien auseinanderzusetzen.
LED-UV und EB-Technologie im Fokus
Als wichtigste Alternative gelten LED-UV-Systeme. Sie arbeiten quecksilberfrei, verbrauchen weniger Energie und benötigen keine Aufwärmzeit. Allerdings müssen viele bestehende Lackrezepturen angepasst werden, zudem sind Investitionen in bestehende Anlagen notwendig. Hybridlösungen könnten den Übergang erleichtern.
Auch die Elektronenstrahlhärtung rückt stärker in den Fokus. Die EB-Technologie bietet hohe Oberflächenqualität und kommt vollständig ohne Quecksilber aus. Hohe Investitionskosten und notwendige Prozessanpassungen bremsen bislang jedoch eine breitere Verbreitung.
Für technische Entscheider wird strategische Planung damit zunehmend entscheidend. Pilotprojekte und frühe Testreihen können helfen, Risiken zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
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