Marktgeschehen Trendbarometer
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Viel Hoffnung, wenig Erfahrung
Lackierbetriebe haben viele Wünsche und Erwartungen an den Einsatz von KI in ihren Betrieben. Allerdings ist das auch der wesentliche Berührungspunkt. Wie das aktuelle BESSER LACKIEREN Trendbarometer zeigt, steht es um die praktische Anwendung bislang eher schlecht.
Nur 8% aller Lackierbetriebe nutzen laut der aktuellen Umfrage derzeit schon KI-Anwendungen in ihrem Betrieb. Eine Zahl, die außerordentlich niedrig liegt, wie der Vergleich mit allen Unternehmen in Deutschland zeigt. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die Nutzung dort bei 20%, wobei die Befragung sich auf das Jahr 2024 bezieht. Das verarbeitende Gewerbe, zu dem sich Lackierbetriebe zählen, kommt dabei auf einen KI-Nutzungsanteil von 16%, während andere Branchen wie Kommunikation und Information schon bei stattlichen 61% liegen, wobei hier allerdings die Vergleichbarkeit nur gering ist.
Konkrete Anwendungen aktuell noch rar
Wie diese Umfrage zeigt, wollen Lackierbetriebe jedoch aufholen. So geben 77% aller befragten Unternehmen an, den Einsatz in der Zukunft zu planen. Konkrete Anwendungen sind also rar, dabei gibt es durchaus schon beschichtungsspezifische Lösungen am Markt. So bietet das Unternehmen CoatingAI beispielsweise schon heute eine fertige Lösung bei der KI-unterstützten automatischen Pulverapplikation, wozu Daten der kontaktlosen Schichtdickenmessung von Coatmaster als Feedback für die KI genutzt werden. Generell ist das Angebot bei der Messtechnik derzeit am größten und entwickelt sich dynamisch. Unternehmen wie DataSpree oder Mikro Epsilon bieten KI-basierte Oberflächenkontrollen an, die Lackierfehler eigenständig identifizieren können und im Gegensatz zu menschlichen Mitarbeitern nie mit müden Augen zu kämpfen haben. Auch Forschungsinstitute sind hier längst aktiv. So zeigt der Fachbeitrag des Fraunhofer IPA in Ausgabe 11/2025, wie KI-Anwendungen zur Entwicklung von sogenannten Soft-Sensoren verwendet werden können.
Bessere Entscheidungsgrundlagen notwendig
Die Umfrageteilnehmer des aktuellen Trendbarometers haben dabei konkrete Wünsche und Vorstellungen. An erster Stelle stehen dabei bessere Entscheidungsgrundlagen, also die Hilfe, komplexe Sachverhalte besser zu verstehen und den Überblick zu wahren, was sich 77% aller Umfrageteilnehmer wünschen. Wenig überraschend sind klassische Themen wie eine höhere Lackierqualität und geringere Ausschussraten ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste. Beide Punkte teilen sich den zweiten Platz auf der Wunschliste, knapp gefolgt von reduzierten Stillstandzeiten, die von 62% gewünscht sind. Noch bei mehr als der Hälfte der befragten Umfrageteilnehmer stehen schnellere Durchlaufzeiten auf der Agenda. Lediglich eine kleine Minderheit von 8% erwartet keine Vorteile durch KI-Anwendungen.
Die konkrete Umsetzung ist vielerorts noch nicht erfolgt oder noch nicht in Planung. Gründe dafür gibt es vielfältige. So geben 85% aller befragten Lackierbetriebe an, dass sie ein Mangel an qualifiziertem Personal daran hindert, KI-Projekte umzusetzen. Ebenfalls mit 62% oft genannt, ist der Mangel an brauchbaren Daten oder relevanten Schnittstellen. Ein Beispiel für die Sammlung von Daten für KI-Systeme erläutert der Beitrag „KI und Inline-Spray-Überwachung revolutioniert Lackzerstäubung“ in Ausgabe 11/2025. Als weitere Hürden nennen die Lackierbetriebe Sicherheits-und Datenschutzbedenken mit 46% und einen unklaren Mehrwert mit 31%.
BESSER LACKIEREN befragt für jede Ausgabe Entscheider aus der industriellen Lackiertechnik zu einem aktuellen Thema. Das schnelle Onlineverfahren ermöglicht eine hohe Beteiligung und somit ein exklusives Stimmungsbild. Möchten Sie auch teilnehmen? Eine formlose Email an jan.gesthuizen@vincentz.net genügt.