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Wie Hühnerfedern Bauteile schützen könnten
Hühnerfedern könnten künftig mehr sein als Abfall: Fraunhofer-Forscher untersuchen Keratin als kostengünstigen, multifunktionalen Füllstoff für Lacke und Beschichtungen.
Mineralische Füllstoffe wie Silikate und Carbonate sind etabliert, ihre Aufbereitung ist jedoch energieintensiv. Eine Alternative könnte Keratin aus Hühnerfedern liefern. Zu Mikro- oder Nanopulver verarbeitet, zeigt das Protein interessante Eigenschaften: Es ist schwer biologisch abbaubar und könnte damit die Beständigkeit gegen mikrobiellen Befall erhöhen. In Kombination mit geringen Mengen Kupfer zeigten Laborversuche zudem einen UV-Schutzeffekt.
Auch mit Bornitrid bildet Keratin geordnete Strukturen. Beschichtungen werden dadurch mechanisch stabiler und nehmen weniger Wasser auf – interessant für Korrosionsschutzanwendungen wie Zäune, Gartengeräte oder Outdoor-Möbel.
Von der Laboridee zur industriellen Nutzung
Eine Herausforderung bleibt die Herstellung: Chemische Verfahren liefern große Mengen, schränken aber die Funktionalität ein. Mechanochemische Verfahren sind schonender, bislang jedoch nur für kleine Mengen geeignet. Mit Industriepartnern soll deshalb die Produktion hochskaliert werden. Eine Vor-Ort-Aufbereitung der Federn könnte zusätzlich Transport, CO₂-Emissionen und Kosten reduzieren.
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- Keratins Eigenschaften als Füllstoff und funktionales Additiv,
- Chancen und Grenzen verschiedener Herstellungsverfahren und
- wie die industrielle Verarbeitung von Hühnerfedern aussehen könnte.
Zum Netzwerken:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Matthias Wanner, Tel. +49 711 970-3852, matthias.wanner@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam, Dr. Dmitry Grigoriev, Tel. +49 331 568-3219, dmitry.grigoriev@iap.fraunhofer.de, www.iap.fraunhofer.de