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31. Mai 2019 // Umwelttechnik

Entwicklung eines Biorieselbettreaktors zur Reinigung von lösemittelhaltiger Prozessabluft

In einem laufenden Forschungsprojekt an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf soll der Schadstoffabbau in einem bereits bestehenden Biorieselreaktor, der VOCs im Abgasstrom einer lackverarbeitenden Industrie abbaut, erheblich verbessert werden.

Außerhalb des Reaktors werden gezielt ausgewählte Mikroorganismen auf die Abbauleistung von VOCs in vitro untersucht. Die Abbaurate wird sowohl anhand der Wachstumsrate als auch durch Messungen im Gaschromatographen verfolgt. Der Biorieselbettreaktor wird im Anschluss mit den abbauleistungsfähigsten Spezies beimpft. Biorieselbettreaktoren bestehen im Wesentlichen aus einem großen zylindrischen Reaktor (hier 52 m³), der mit Füllkörpern befüllt ist. Im Projekt wird natürliches, gewaschenes Lavagestein als Trägermaterial für den Biofilm und die Mikroorganismen benutzt. Durch die kontinuierliche Berieselung wächst auf den Füllkörpern eine Mikroorganismenflora. Die im Biofilm enthaltenen Mikroorganismen metabolisieren das kohlenstoffhaltige Abgas und setzen es in Biomasse und CO2 um. Diese Art der biologischen Abluftreinigung ist eine elegante und nachhaltige Alternative zu thermischen Verfahren. Der Erhalt eines stabilen Biofilms und damit einer möglichst konstanten Abbaurate über längere Zeit ist allerdings mit gewissen Herausforderungen verbunden. Eine der zu lösenden Schwierigkeiten in Biorieselbettreaktoren ist eine geregelte Zufütterung von notwendigen Nährsalzen. Zudem muss ein unkontrolliertes Zuwachsen des Filterbetts ("clogging"), verbunden mit einem mangelnden Austrag an Biomasse nach einigen Monaten Begasung, verhindert werden. Ziel ist es, die Abbaurate der VOC-Schadstoffe im Biorieselbettreaktor zu maximieren, auf einem konstanten Wert zu halten und langfristig sicherzustellen. Das Projekt läuft bis 31.01.2020 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Zum Netzwerken:
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Freising, Prof. Dr. Sabine Grüner-Lempart, Tel. +49 8161 71-3842, sabine.gruener-lempart@hswt.de, www.hswt.de

Bücher

Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik

Das Arbeits- und Aufgabenheft unterstützt angehende Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik (VfB) bei ihrer Ausbildung und hilft ihnen dabei, sich optimal auf Klassenarbeiten und Prüfungen vorzubereiten. Es bildet - zusammen mit dem Lernbuch der Lackiertechnik - eine wichtige Grundlage für die Aus- und Weiterbildung in der Beschichtungstechnik. In seiner jüngsten Auflage bietet das Heft einen erweiterten Umfang von insgesamt 120 Seiten sowie aktualisierte Inhalte. Die praxisorientierten Themen und Fragen im neuen Arbeits- und Aufgabenheft befassen sich mit allen relevanten Bereichen der Lackiertechnik, von den Materialien über die verschiedenen Zerstäubungsvarianten bis zum Arbeitsschutz. An die Lackierpraxis angelehnte Fallbeispiele ergänzen das Heft. Das Arbeits- und Aufgabenheft der Lackiertechnik ist jetzt in einer neuen, erweiterten Auflage erschienen. Die Autoren Thomas Feist und Dennis Lehmann haben die Inhalte umfassend überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.

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