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Herausforderungen und Chancen
Die RoHS-Richtlinie erhöht den Druck auf die industrielle Lackiertechnik: Der Artikel „UV-Härtung vor dem Wandel“ in BESSER LACKIEREN 8/2026 macht darauf aufmerksam, dass spätestens 2027 die Ausnahmeregelung für UV-Quecksilberlampen enden könnte. Ralf Untiedt, Produktmanager für industrielle Lackierungen bei Hesse Lignal, geht im Interview mit BESSER LACKIEREN auf die Herausforderungen aber auch die Chancen ein, die ein mögliches Verbot von UV-Quecksilberlampen für die industrielle Lackierung bedeuten.
Die Diskussion um ein mögliches Verbot von UV-Quecksilberlampen im Zuge der RoHS-Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances) beschäftigt die Lackierbranche intensiv. Für Ralf Untiedt, Produktmanager industrielle Lackierungen bei Hesse Lignal, steht fest: Auch wenn eine Verlängerung der Ausnahmeregelung über 2027 hinaus wahrscheinlich erscheint, müssen Unternehmen den Technologiewechsel vorbereiten.
Hesse Lignal entwickelt deshalb seit Jahren Lacke für alternative Härtungstechnologien wie LED-UV, Excimer und Elektronenstrahlhärtung (EB). Laut Untiedt existieren bereits für viele Anwendungen passende LED-UV-Produkte, auch wenn entsprechende Anlagen im Markt bislang noch begrenzt verbreitet sind.
LED-UV gilt als wahrscheinlichster Nachfolger
Besonders großes Potenzial sieht Untiedt in der LED-Technologie. Fortschritte bei Strahlern und Rohstoffen hätten die Entwicklung deutlich vorangebracht. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass nicht jede Anwendung problemlos umgestellt werden kann. Je nach Branche unterscheiden sich die Anforderungen an Abriebfestigkeit, Haptik oder Oberflächenqualität erheblich.
Während bestehende Fördertechnik und Lackversorgung meist weiter genutzt werden können, benötigen LED-UV-Lacke einen besseren Schutz vor Tageslicht. EB-Technologien bieten laut Untiedt zwar hervorragende Performance und hohe Prozessgeschwindigkeiten, bleiben wegen hoher Investitionskosten aber vor allem Großanlagen vorbehalten.
Langfristig erwartet Hesse Lignal keinen Abschied von strahlenhärtenden Lacken, sondern einen Wechsel der eingesetzten Strahlungstechnologien. Unternehmen könnten dadurch nachhaltiger und energieeffizienter produzieren – und sich Wettbewerbsvorteile sichern.
Sie wollen mehr wissen? Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 8/2026 weiterhin:
- warum Hesse Lignal mit einer Verlängerung der Ausnahmeregelung rechnet
- welche Unterschiede LED-UV- und EB-Lacke in der Praxis zeigen
- wie Hesse Lignal Kunden bei der Umstellung auf neue Technologien unterstützt
Zum Netzwerken:
Hesse Lignal, Hamm, Ralf Untiedt, Tel. +49 2381 963 828, r.untiedt@hesse-lignal.de, www.hesse-lignal.de