Technologien Holzlackierung

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Biobasierte Holzbeschichtung widersteht Verfärbungen

Forscher an der finnischen Aalto-Universität entwickeln und untersuchen derzeit eine Beschichtung für Holzwerkstoffe, die auf der natürlichen Ressource Lignin basiert. Der Rohstoff kommt reichlich vor und besitzt diverse Vorteile.

Detailfoto Kante eines Eichentischs
Lignin verfügt über hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Korrosionsschutz sowie antibakterielle Foto: Kai22022_Pixabay

Mit der biobasierten Beschichtung lackierte Holzteile sind gegen Verschleiß und Verfärbungen durch Flecken oder Sonneneinstrahlung geschützt. Die hydrophoben Eigenschaften von Lignin verhindern Flecken und dessen inhärente Struktur widersteht Farbveränderungen durch Sonnenlicht. Gleichzeitig bleiben die Luftdurchlässigkeit und natürliche, mikro-raue Struktur der Oberflächen erhalten. Der Trend zur Nachhaltigkeit verursacht einen Anstieg des Einsatzes von Holz z.B. als Baumaterial sowie der Nachfrage an biologischen Lacken, welche die Natürlichkeit des Substrats bewahren. Die ungiftige, wasserabweisende Beschichtung soll konventionelle, synthetische Optionen übertreffen und schützt Holzoberflächen so wirkungsvoll, dass es viel mehr Einsatzbereiche gibt.
Lignine sind feste Biopolymere, die in die pflanzliche Zellwand eingelagert werden und dadurch die Verholzung der Zelle bewirken. Es kann als „Abfallprodukt“ bei der Zellstoffherstellung und bei Bioraffinerie-Prozessen gewonnen werden. Da es reichlich vorkommt, ist die Herstellung der Hochleistungsbeschichtung zudem kostengünstig. Lignin als Beschichtungsmaterial ist sehr vielversprechend mit seinen vielen Vorteilen im Vergleich zu den derzeit verwendeten synthetischen und biobasierten Beschichtungen. Es verfügt über hervorragende Korrosionsschutz-, antibakterielle, vereisungshemmende und UV-abschirmende Charakteristika. Zukünftige Forschungsarbeiten werden sich auf die Entwicklung von Eigenschaften wie Elastizität der Beschichtung konzentrieren.

Zum Netzwerken:

Aalto-Universität, Fachbereich für Bioprodukte und Biosysteme, FI-Espoo, Prof. Monika Österberg, Tel. +358 50 309-1259, monika.osterberg@aalto.fi, www.aalto.fi