Ohne Zwischenschliff beschichten

Mit der neuen Holzschleifanlage "Q-FIN" von Otto Martin Maschinenbau können Fensterhersteller Einzelteile ohne den bisher üblichen Lackzwischenschliff mit Lacken beschichten und dadurch ihre Herstellungskosten zu senken. Durch feines Querkappen werden die längs orientierten Holzfasern mikroskopisch klein rechtwinklig angeschnitten.

Die neue Technik wurde im Remmers-Kompetenzzentrum Holzoberfläche in Löningen präsentiert. Foto: Remmers -

Bei anschließendem Auftragen wasserbasierter Lacke bleiben die Flächen glatt. Damit entfällt der Zwischenschliff nahezu vollständig, was Zeit spart und Kosten senkt. Das Q-FIN-Verfahren macht den bislang notwendigen Zwischenschliff überflüssig. Das reduziert nicht nur die Arbeitsschritte, sondern erübrigt auch beschädigungsträchtige Arbeiten wie das beim Zwischenschliff übliche Transportieren, Legen und Wenden der Fenster.

Erprobung an Fensterkanten

Zu sehen war die neue Technik auch während der Schleiftage im Remmers-Kompetenzzentrum Holzoberfläche im Mai. Ein Mitarbeiter von Otto Martin präsentierte den Kunden des Lackherstellers aus dem In- und Ausland, darunter aus Slowenien und Großbritannien, die Maschine. Dabei konnten die Kunden die Einzelteilbehandlung an eigens mitgebrachten Fensterkanten selbst erproben. Das Kompetenzzentrum Holzoberfläche in Löningen bietet auf 800 m² Einblicke in Technologien rund um die Beschichtung und Bearbeitung von Holzoberflächen. Zudem können Kunden hier Produkte unter realen Bedingungen erproben.

Maschine gewinnt German Design Award

Für die „Q-FIN“ wurde Otto Martin Anfang Juni mit dem German Innovation Award in Gold in der Wettbewerbskategorie »Excellence in Business to Business (B2B)« im Bereich »Machines & Engineering« ausgezeichnet. Vergeben wird der German Innovation Award in den zwei Wettbewerbsklassen: Excellence in Business to Consumer und Excellence in Business to Business. Darüber hinaus wurde ein Gewinner in der Zusatzkategorie „Design Thinking“ ermittelt. In insgesamt 40 Kategorien konnte die Jury die Auszeichnungen Gold, Winner und Special Mention vergeben. Die Produkte reichen dabei vom bionischen Handschuh über Reinigungstechnologien, Fasern für den 3D-Druck, E-Auto-Ladestation und Kaffee-Limonade bis hin zur IoT-Plattform. Die Bewertungskriterien des Award umfassen Themen wie Innovationshöhe, Anwendernutzen und Wirtschaftlichkeit. Über die Gewinner hat eine Jury aus Physikern, Patentberatern, Informatikern, Finanzierungspezialisten, Produktdesignern, Technologie-Historikern und Marketeers entschieden.

Zum Netzwerken:

Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG, Ottobeuren, Tel. + 49 8332 911-0, info@martin.info,  www.martin.info;

Remmers GmbH, Löningen, Christian Behrens, +49 5432 83-858, cbehrens@remmers.de, www.remmers.com

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