Ex-Schutz beim Inmould-Coating

Der Begriff "Inmould-Coating" bezeichnet eine Reihe unterschiedlicher Verfahren.

Roland Knopp -

Bei den meisten findet der Prozess in einer geschlossenen Werkzeugform statt. Wird jedoch ein lösemittelhaltiger Lack offen in ein Werkzeug eingespritzt, dann muss unabhängig vom Flammpunkt des Beschichtungsstoffs – wie bei nahezu jedem anderen Spitz­lackierprozess – von einer Explosionsgefahr ausgegangen werden. Insofern sind auch die zu treffenden Schutzmaßnahmen mit denen einer üblichen Lackierkabine vergleichbar:

  • Möglichst nahe am Ort des Sprühauftrags ist eine Absaugung zu installieren, die die Konzentration des Lösemitteldampfes verdünnt. Die Absaugfunk­tion sollte überwacht und mit dem Sprühauftrag so gekoppelt (verriegelt) sein, dass das Sprühen nur bei wirksamer Lüftung möglich ist.
  • Im Inneren der Form und in deren näherer Umgebung, zumindest überall dort, wo mit Lack-Overspray und Lösemitteldämpfen gerechnet werden muss, sind Zündquellen zu vermeiden, gegebenenfalls durch Einsatz explosionsgeschützter Geräte und Installationen. Eine besondere Herausforderung könnte hierbei das Formwerkzeug darstellen, wenn es aus verfahrenstechnischen Gründen beheizt wird. Auch diese „heiße Oberfläche“ ist eine potentielle Zündquelle.

Für die genaue Festlegung aller Schutzmaßnahmen sind vorab weitere Informationen wie z.B. Art und Menge des Lacks nötig. Die Experten der zuständigen Berufsgenossenschaft beraten gerne vor Ort.

BGHM Berufsgenossenschaft, Hannover, Roland Knopp, Tel. +49 800 9990080-2, presse@bghm.de, www.bghm.de

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