Elektronische Komponenten: Schutzbeschichtungen

Im ECSEL JU Projekt „Intelligent Reliability 4.0“ (iRel40) erarbeiten unter der Leitung der Infineon Technologies AG 75 Partner aus 13 Ländern derzeit einen ganzheitlichen Ansatz zur Sicherung der Zuverlässigkeit von elektronischen Komponenten und Systemen (ECS).

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Ein neu entwickeltes fahrerloses Transportsystem soll sich nach dem Baukastenprinzip zusammensetzen lassen. Foto: PublicDomainPictures_Pixabay -

Im Zuge der Miniaturisierung und mit der Entwicklung moderner Produkte sollen immer mehr Funktionen auf engerem Raum integriert werden. Mit diesem Trend steigen gleichzeitig die Ansprüche an elektronische Komponenten und Systeme enorm. Da Korrosionsschäden zu Ausfällen führen können, entwickelt das Fraunhofer IFAM innerhalb des Projekts neuartige Schutzbeschichtungen für mikroelektronische Bauteile zur Sicherung der notwendigen Zuverlässigkeit. Das Beschichtungskonzept besteht aus einem neuartigen Mould-Material auf Basis von Silikongelen oder alternativ aus Compression-Mould-Materialien, die hinsichtlich der Anwendung mit aktiven Korrosionsinhibitoren optimiert werden. Zusätzlich wird eine Barriereschicht auf Basis von UV-strukturierbaren Polymeren und speziellen Pigmenten entwickelt. Hierbei kann es sich entweder um zwei einzeln applizierbare Schichten handeln, deren Position im Gesamtschichtaufbau dem Anwendungsprofil angepasst wird, oder aber um eine Kombinationsschicht, in der sowohl der Korrosionsschutz, als auch die Barrierewirkung eingesetzt werden. Neben der Funktionalität wird vor allem auch ein gutes Entwärmungsverhalten angestrebt. Zudem werden Plasmapolymerschichten angewandt, die speziell die Fragestellung der Adhäsionsvermittlung zwischen dem metallischen Leiter und Mould-Material bzw. der Schutzbarriereschicht adressieren. Die Finanzierung des Projekts stammt u.a. aus dem EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“.

Zum Netzwerken:

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, Dr. Volkmar Stenzel, Tel. +49 421 2246-407, volkmar.stenzel@ifam.fraunhofer.de, www.ifam.fraunhofer.de, www.irel40.eu

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