Technologien Metalllackierung
Beschichtungsparameter für optimalen Korrosionsschutz
Schäden durch Korrosion stellen ein zentrales Problem in der industriellen Metallnutzung dar – in der Automobilindustrie, dem Schiffbau und der Luftfahrt, beispielsweise zum Schutz von Tanks und Rohren. Durch geeignete Technologien lässt sich die Intensität der Entwicklung von Korrosionsmechanismen verringern. Die häufigste Methode ist die Beschichtung mit organischen Lacksystemen. Forscher an der Universität Slavonski Brod in Kroatien beschäftigen sich zurzeit mit der Entwicklung einer Schutzbeschichtung, die eine effektive Barriere zwischen dem Grundmaterial und einer aggressiven Umgebung bildet.
Damit eine ausgewählte Technologie zum Oberflächenschutz ihre volle Wirkung entfalten kann, ist es notwendig, ihre Prozessparameter genau zu kennen. In bereits abgeschlossenen Experimenten wurden drei Arten von Grundmaterial beschichtet: Kohlenstoffstahl, Aluminium und verzinkter Stahl. Die untersuchte Barriere wurde auf der Oberfläche des Substrats mittels elektrostatischer Pulverbeschichtung erzeugt. Dabei kamen unterschiedliche Kombinationen von Prozessparametern zur Anwendung.
Die Betriebsparameter Spannung und Stromstärke wurden dabei als numerische Eingangsvariablen verwendet. Entscheidend für das Finish der Oberfläche sind auch Parameter wie die Position der Sprühpistole und die Form der Pulverdüse. Jede Versuchsanordnung konzentrierte sich auf die Messung der Schichtdicke. Die Forscher nutzten dabei das statistische Verfahren „Regression Modelling“, mit dem sich Stärke und Art der Beziehung zwischen Variablen quantifizieren lassen, was die Interpretation komplexer Datensätze erleichtert.
Optimierung der Parameter
Die Analyse der erzielten Ergebnisse sowie die statistische Auswertung bestätigten, dass geeignete Eingangsvariablen die gewünschte Schichtdicke der Korrosionsbeschichtung auf jedem der getesteten Materialien ermöglichten. Die Optimierung der Parameter trägt zur Effizienz der Produktion bei, verkürzt die Produktionszeit und stellt sicher, dass die Schichtdicke innerhalb der Grenzen bleibt, die entweder der Bauteilhersteller oder der Endanwender festgelegt haben. Auf diese Weise ist es möglich, den gesamten Prozess zur Bestimmung der Betriebsparameter zu beschleunigen und die geforderten Werte für Schutzbeschichtungen effizient zu erreichen. In weiteren Forschungsarbeiten sollen die statistischen Datenanalysen noch erweitert werden.
Zum Netzwerken:
Universität Slavonski Brod, HR-Slavonski Brod, Tomislav Šolić, Tel. +385 99 857-9853, tsolic@unisb.hr, www.unisb.hr