Haftfestigkeit & Korrosionsschutz optimiert

Impreglon erweitert sein Portfolio um einen leistungsfähigen Korrosionsschutz: "FuseCoat", eine Zink-Eisen-Beschichtung (Zn/Fe). Gegenüber reinem Zink verbindet die mikrokristalline Oberfläche ausgezeichnete Haftfestigkeitseigenschaften für nachfolgende Beschichtungen oder Lackierungen mit einer höheren Härte und Temperaturbeständigkeit. 

Die Aufnahme zeigt den Schichtaufbau und mögliche Schicktdicken der Zink-Eisen-Beschichtung. Quelle: Impreglon -

Wer kennt sie nicht, die für das Feuerverzinken typischen großkristallinen Zinkblumen? Wenn Eisenmetalle vor Korrosion geschützt werden sollen, sind Zinkbeschichtungen die erste Wahl. Ob Zink-Lamelle, galvanisches Zink oder thermisch gespritztes Zink: allen diesen Schutzschichten ist gemein, dass sie im Anschluss nur schlecht lackiert werden können. Mit der „FuseCoat“-Beschichtung soll sich dies nun ändern. Die Eigenschaften sind laut Impreglon am ehesten mit denen der Feuerverzinkung vergleichbar. Aufgrund der mikrokristallinen Oberfläche der erzeugten Schicht treten bei der neuen Beschichtung z.B. die für das Feuerverzinken typischen großkristallinen Zinkblumen nicht auf. Gegenüber reinen Zinkschichten bilden sich bei modernen Zink-Eisen-Beschichtungen (Zn/Fe) an der Oberfläche mikroskopisch kleine Zink-Eisen-Kristallite. Hierdurch entsteht eine mikrokristalline, raue Oberfläche, die ausgezeichnete Haftfestigkeitseigenschaften für nachfolgende Beschichtungen oder Lackierungen mit einer hohen Härte (Rockwell-Härte >41) und Temperaturbeständigkeit (bis 600 °C) verbindet.

Legierungsbildung statt „einfacher“ Beschichtung

Die Zink-Eisen-Kristallite entstehen, wenn das heiße Zink in einem Ofen bei Temperaturen von ca. 360 °C in die eisenhaltige Oberfläche der Bauteile eindiffundiert. So erklärt sich auch der Name des Verfahrens: Zink-Thermo-Diffusion oder Diffusionsverzinkung. Bei anderen Verfahren legt sich das eingesetzte Zink auf die zu schützende Oberfläche. Durch das Eindringen (Diffusion) in die eisenhaltige Oberfläche bildet sich die Zink-Eisen-Legierung Das neu installierte Verfahren eignet sich zur schonenden Veredelung von Schüttgut oder Gestellware. Durch das langsame Aufheizen im Prozess werden keine internen  Spannungen induziert: Wasserstoffversprödung und flüssigmetallinduzierte Rissbildung sind prozessbedingt ausgeschlossen. Ebenso wird das Risiko der Spannungsrisskorrosion durch die Verhinderung von Wasserstoffeinlagerungen minimiert und die Verformbarkeit des Materials bleibt erhalten.

EIGENSCHAFTEN

  • Zinkthermodiffusion, dadurch
  • Zink-Eisen-Legierung auf der Werkstückoberfläche
  • Bildung einer mikrokristallinen Struktur
  • Verfahrenstemperatur: ca. 360 °C
  • Schichtdicke: 15-100 µm
  • Rockwell-Härte >41
  • temperaturbestädig bis 600 °C
  • hoher Korrosionsschutz
  • überlackierbar
  • geeignet für Schüttgut und Gestellware

Optimal auf jede Anwendung abstimmbar

Das Verfahren erlaubt Schichtdicken von 15 bis 100 µm. Pauschal gilt hier: je dicker die Schicht, desto höher der potenzielle Korrosionsschutz. Zusammen mit einer geeigneten Passivierung ergibt sich so für jeden Anwendungsfall die optimale Veredelung. Mit dem neuen Verfahren vervollständigt Impreglon sein Angebot an kathodischem Korrosionsschutz auf Zink-Basis. Weitere Verfahren im Portfolio des Unternehmens sind u.a. Oberflächenbeschichtungen auf Basis von Fluorpolymeren, Metallen, Kunststoffen, Keramik, Nanostrukturen und Pulverlack sowie Korrosionsschutz-Beschichtungen aus umweltfreundlichen Zink-Aluminium-Legierungen. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2000 und ISO TS 16949:2002 zertifiziert und garantiert in allen Werken weltweit gleiche Standards mit reproduzierbarer Qualität. Alle gängigen Spezifikationen der Automobilindustrie werden erfüllt.

Impreglon SE, Lüneburg, Dr. Karsten Fischer, Tel. +49 4131 882-207, kfischer@impreglon.de, www.impreglon.de

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