Hightech-Mischung

Die Lippstädter Anhänger GmbH hat 2018 in den Aufbau eines neuen Projekts investiert. Seit dem 1. September 2018 verfügt der im Bereich moderner BDF-Wechselaufbausysteme tätige Händler und Dienstleister über ein eigenes Strahl- und Lackierzentrum mit einer Fläche von 500 m².

Die neue Lackieranlage ist mit einer automatischen Mischanlage ausgestattet. Fotos: Lippstädter Anhänger GmbH
Die neue Lackieranlage ist mit einer automatischen Mischanlage ausgestattet. Fotos: Lippstädter Anhänger GmbH -

Das Highlight ist die neue, computergesteuerte Mischanlage. Über 40.000 Farben sind dort automatisch mischbar. Individuelle Farbwünsche der Kunden, die immer mehr zunehmen, kann das Unternehmen so effizient umsetzen.

Aktive Mitgestaltung

Die Leitung des neuen Lackierzentrums mit seiner modernen Ausstattung erfolgt durch den Lackiermeister der Lippstädter Anhänger GmbH, mit Unterstützung von vier Mitarbeitern. Das qualifizierte Personal hat die neue Anlage mitgestaltet und den Aufbau überwacht. So ist in Zukunft ein reibungsloser Ablauf der Produktion zu gewährleisten. Aufbauten oder Anhänger bearbeiten die Werker zunächst umfangreich in der Lackvorbereitungshalle. Zum Einsatz kommen unter anderem Spachtel- und Schleifarbeiten, aber auch manuelle Strahlvorgänge mit Korund, die die Mitarbeiter vor der Grundierung durchführen. Die zu diesem Zweck installierte Strahlanlage stammt vom Anlagenbauer Wheelabrator. Die neue Lackieranlage haben die MONTA-Werke projektiert. Lackiert wird mit der Nutzfahrzeug- und Industrielackserie der Firma Spies Hecker. Zudem sind auf Wunsch Wasserlacke applizierbar.

Über 40.000 Farben kann die computergesteuerte Mischanlage ­automatisiert anmischen.

Über 40.000 Farben kann die computergesteuerte Mischanlage ­automatisiert anmischen.

Die Applikation der Deckschicht erfolgt manuell in Form von 2K-Lack auf die Substrate aus Plywood, Aluminium oder Stahl. Entsprechend dem neuesten Stand filtern hochwertige Taschen- und Feinfilter die Zuluft. Auf diese Weise sind sogar Kleinstpartikel aufnehmbar. Die Abluft wird erst grob durch Glasfasermatten und anschließend durch Taschen- und Feinfilter gereinigt. Nach der Lackierung trocknen die Anhänger oder Aufbauten bei bis zu 100 °C im erdgasbefeuerten Ofen. Dieser ist mit einer Wärmerückgewinnung verbunden.

Die maximale Größe der zu beschichtenden Anhänger bzw. Aufbauten liegt bei 8 m x 2,6 m (L x B) und somit bei Flächen bis zu 70 m2. Jährlich sind im Oberflächenzentrum bis zu 20.000 m2 lackierbar. Dank der Investition in ein eigenes Bearbeitungszentrum hat die Lippstädter Anhänger GmbH nun die Möglichkeit, auch kurzfristig auf Kundenwünsche zu reagieren und eine große Bandbreite an Arbeiten, vom Strahlen bis zum Lackieren, selbst umzusetzen. Dadurch kann das Unternehmen eine individuelle Umsetzung aus einer Hand in hoher Qualität sicherstellen.

Warum das wichtig wird
Automatisierung zählt in allen Bereichen, so auch in der Farbwahl und somit den eingesetzten Mischanlagen. Insbesondere Lohnbeschichter und Inhousebeschichter mit Produkten, die ein hohes Individualisierungspotential haben jonglieren tagein tagaus mit einer Unmenge an Lacken in den unterschiedlichsten Farben. Je effektiver Mischvorgänge und Farbwechsel gestaltet sind, desto reibungsloser läuft der Gesamtprozess. Eine Automatisierung von eher peripheren Themen der Beschichtung lohnt jederzeit einer Überprüfung. Es muss nicht immer gleich die neue Roboterlackierung sein.

Die Vorteile der neuen Anlage? Sie ist sehr wartungsarm und über eine W-LAN-Verbindung wartbar. Zudem ist jeder Druckwächter doppelt abgesichert. Weiterhin verfügt die Lackieran­lage über einen umweltfreundlichen Energiesparmodus für mehr Nachhaltigkeit.

Zum Netzwerken:
Lippstädter Anhänger GmbH, Lippstadt, Dietmar Beumer, Tel. +49 2941 9785-10, info@lippstaedteranhaenger.de, www.lippstaedteranhaenger.de

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