„ZINCPOWER“ soll Wirksamkeit des Korrosionsschutzes für Stahlkonstruktionen erhöhen

Stahlkonstruktionen werden durch zinkhaltige Grundierungen vor Korrosion geschützt. Der Auftrag von Zinkgrundierungen ist in verschmutzter Umgebung aber aufwändig; außerdem belasten sie die Umwelt, da die entstehenden Zink-Oxidationsprodukte als wassergefährdend gelten. In dem öffentlich geförderten Projekt "ZINCPOWER" führen die Forschungsinstitute IBDiM und IMPiB (Warschau und Gliwice) und das Fraunhofer IPA (Stuttgart) unter Industriebeteiligung deutscher und chinesischer Firmen Untersuchungen dazu durch.

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Könnten hochwirksame Zinkprimer auch mit vermindertem Zinkgehalt formuliert werden, könnte aufgrund des höheren Anteils an organischer Matrix die Haftfestigkeit des Primers auf dem Stahlsubstrat – sowie auch die Zwischenschichthaftfestigkeit zu darüberliegenden Schichten – verbessert werden. Aussichtsreiche Produkte für die Sicherstellung eines guten Korrosionsschutzes auch bei verminderter Zinkpigmentkonzentration könnten insbesondere Graphene sein, die bereits bei niedriger Pigmentierung sowohl eine verbesserte Haftfestigkeit als auch den Erhalt der Leitfähigkeit – und damit die vom Zink ausgehende Korrosionsschutzwirkung – selbst in späteren Bewitterungsphasen gewährleisten. Weiterhin können Graphen-Zusätze die Verschleißbeständigkeit von Beschichtungen erhöhen. Die Fördermittel zu dem bis Ende April 2019 laufenden Projekt steuert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (Aif) CORNET – Transnationale Industrielle Gemeinschaftsforschung bei.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. rer. nat. Matthias Wanner, Tel. +49 711 970-3852, matthias.wanner@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de

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