TwinJet als neue Lackiermethode

Am Fraunhofer IPA durchläuft das TwinJet-Verfahren für die Lackapplikation aktuell die Proof-of-Concept Phase. Das Verfahren könnte eine interessante, oversprayarme Alternative zum bisherigen Stand der Technik darstellen.

Sechs unterschiedliche Zerstäubungsregime des TwinJet
TwinJet-Zerstäubungsregime bestimmt durch die druckgesteuerte Ausströmgeschwindigkeit der Einzeljets (steigend von links oben nach rechts unten). Foto: Fraunhofer IPA

Bisher ist es üblich, hochreaktive 2K-Lacke und 2K-Klebstoffe per statischem Mischer zu homogenisieren und anschließend zu applizieren. Mit dem neuen von der Treibstoffmischung der Luft- und Raumfahrttechnik inspirierten Verfahren könnte eine Außenmischung gelingen. In Vorversuchen für ein gemeinsames Forschungsprojekt der Fraunhofer-Institute IPA und ISC konnte gezeigt werden, dass zwei Flüssigkeitsstrahlen mit Lackmaterialien zu einer Mischung und (Teil-) Zerstäubung führen. Das TwinJet Verfahren könnte somit eine Alternative zu Multi-Düsen-Verfahren darstellen. Dadurch wären hochreaktive 2K-Materialien in derzeit oversprayfreien Beschichtungsverfahren einsetzbar. Das Verfahren ist bisher noch nicht ausgereift. Das Fraunhofer IPA setzt auf numerische Fluidsimulationen, um Einblicke in die Fluidzustände in der Mischungszone zu erhalten, welche experimentell nicht erreichbar sind.

Erfahren Sie hierzu mehr in BESSER LACKIEREN 17/2021.

Zum Netzwerken:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. +49 711 9703820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de,

Nico Güttler, Tel. +49 711 9701350, nico.guettler@ipa.fraunhofer.de,

Jan Czika, jan.czika@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de

Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Würzburg, Dr. Ferdinand Somorowsky, Tel. +49 931 4100-256, ferdinand.somorowsky@isc.fraunhofer.de, www.isc.fraunhofer.de

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