Elektrostatik beim Spritzlackieren

Auf Grundlage aktueller Untersuchungen erklären die Experten des Fraunhofer IPA, wie die elektrostatische Unterstützung in der Spritzlackierung funktioniert und welche Vorteile sie bietet.

Computerdarstellung der Feldlinien eines elektrostatischen Feldes
Berechnung des elektrischen Feldes eines Hochrotationszerstäubers: Hohe Feldstärken an der Glockenkante laden den Lack auf Foto: Fraunhofer IPA

Spritzlackierungen ermöglichen hinsichtlich Flexibilität und Qualität der erzeugten Beschichtung hervorragende Ergebnisse. Doch sie haben auch Nachteile, allen voran der Overspray. Die elektrostatische Unterstützung kann die damit verbundenen Materialverluste reduzieren und gleichzeitig den Auftragswirkungsgrad erhöhen. Sie hat zwei Funktionen: Einerseits wird der Lack elektrisch aufgeladen, andererseits wird ein elektrisches Feld erzeugt, das die Lacktropfen vermehrt auf das zu beschichtende Bauteil lenkt. Der Effekt der Elektrostatik ist am größten, wenn die Tröpfchengröße gering ist, wenig Luft eingesetzt wird und der Eigenimpuls der Tröpfchen klein ist. Mit Messungen gemäß DIN EN ISO 13 966 konnte das Fraunhofer IPA zeigen, dass der Auftragswirkungsgrad bei Hochrotation auf 90% erhöht werden konnte, während bei pneumatischer Zerstäubung lediglich eine Steigerung um 10% erreicht wird. Auch die Leitfähigkeit und die saubere Erdung des Substrats haben maßgeblichen Einfluss.

Lesen Sie hierzu mehr in Ausgabe 20/2021 von BESSER LACKIEREN.

Zum Netzwerken:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. +49 711 970-3820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de;

Dr. Oliver Tiedje, Tel. +49 711 970-1773, oliver.tiedje@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de/beschichtung

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