Lackmängel

Fehler in Pulverlackbeschichtungen sind häufig die Folge von Fehlern in der Applikation. Doch auch die Lackherstellung selbst kann Ursache von Lackfehlern sein, wie zwei Beispiele zeigen.

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Auf der linken Seite ist der Pulverlack in Ordnung Foto: DFO

Fehlerhafte Rezeptierung: Zum Schutz von lichtempfindlichen Flüssigkeiten wurden Flaschen pulverbeschichtet. Zu diesem Zweck hatte der Lackhersteller dem leicht getönten Pulverlack ein Additiv hinzugefügt. Es war wiederholt zu beobachten, dass bei Flaschen, welche mitsamt des Lichtschutzadditivs pulverlackiert worden sind, zeitversetzt Haftfestigkeitsverluste auftraten. Ein Versuch mit Musterblechen, welche 240h bei 40 °C und 100% rel. Luftfeuchtigkeit gelagert wurden, zeigte das gleiche Fehlerbild. Mit Hilfe der ToF-SIMSAnalytik konnten im Fehlerbereich hohe Mengen des Lichtschutzmittels nachgewiesen werden. Eine Nachfrage nach der Menge des zugefügten Additivs beim Lackhersteller erbrachte, dass dieser die Mengenempfehlung des Additivherstellers überschritten hatte.

In BESSER LACKIEREN 19/2020 lesen Sie außerdem, dass Lackstippen durch einen fehlerhaften Herstellungsprozess entstehen können.

Zum Netzwerken:

Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung (DFO) e.V., Neuss, Ernst-Hermann Timmermann, Tel. +49 2131 40811-22, timmermann@dfo-service.de , www.dfo.info

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