Mit bloßem Auge zu erkennen

Ein aktueller Fall, den die DFO untersucht hat, zeigt, dass Zunder an lasergeschnittenen Kanten zu erheblichen Lackierfehlern führen kann.

Schadhafte Pulverbeschichtung an Stahlbauteilen
Die schwarze Zunderschicht führt zum Abplatzen des Lacks (unten) und ist schon mit dem Auge deutlich zu sehen (oben). Fotos: DFO

Bei dem Fallbeispiel handelt es sich um eine Pulverbeschichtung von Stahlbauteilen, die von einem Lohnbeschichter aufgebracht wurde. Im Bereich von lasergeschnittenen Kanten platzte die Beschichtung ab. An der Lackunterseite war eine typische schwarze Zunderschicht zu erkennen. Diese Schicht entsteht beim Laserschneiden ohne Schutzgas. Wird sie nicht entfernt, wirkt sie als Trennschicht zwischen Substrat und Beschichtung. Die Zunderschicht ist lose und kann, wie in diesem Fall geschehen, mitsamt der Beschichtung abplatzen. Die DFO hat mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM/EDX) die Lackunterseite (die „dunkle“ Schicht = Zunder) und das „Lackvolumen“ untersucht. Die erhöhten Mengen an Eisen und Sauerstoff, die dabei festgestellt wurden, konnten mit an 100% grenzender Gewissheit der Eisenoxidschicht, die sich vorher auf der Stahloberfläche befunden hat, zugeordnet werden.

In Ausgabe 10/2022 von BESSER LACKIEREN erfahren Sie weitere Details zu den Ergebnissen der Untersuchungen der DFO und der Gerichtsverhandlung um den Schadensfall.

Zum Netzwerken:

Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V., Neuss, Anna Scharbert, Tel. +49 2131 40811-26, scharbert@dfo-online.de, www.dfo-online.de

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