Gründlich reinigen

Ein aktuelles Beispiel aus der Praxis der DFO zeigt, dass die Pulverrückgewinnung zu Fehlern führen kann.

Vergrößerung der lichtmikroskopischen Aufnahme
Die lichtmikroskopische Aufnahme zeigt eine der weißen Fehlstellen mit ca. 200 µm Durchmesser. Foto: DFO

Bei einem Kunden der DFO Service GmbH traten weiße Punkte in einer schwarzen Pulverlackbeschichtung auf. Laut Information des Beschichters gab es diese Erscheinung nur, wenn der Pulverlack im Rückgewinnungsprozess gefahren wurde. Er vermutete daher ein Problem mit der Lackqualität, der Lackhersteller hingegen konnte keine Ursache für die weißen Punkte ausmachen. Zur Klärung führte die DFO licht- sowie rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen der Fehlerstellen durch. Auch die energiedispersive Röntgenspektroskopie wurde genutzt, um die Fehler zu analysieren. Ein Vergleich zwischen den schwarz beschichteten Stellen und den weißen Einschlüssen erbrachte, dass keine Fremdelemente, dafür aber Unterschiede in der Menge des detektierten Titans zu finden waren. Dies legte den Schluss nahe, dass es sich um Verunreinigungen mit einem weißen Pulverlack handelte. Das exklusive Auftreten der Fehler bei Einsatz des Rückgewinnungsprozesses legte nahe, dass dieser die Verunreinigung eingebracht hatte. Die Ursache ließ sich in diesem Fall durch eine gründliche Reinigung der Beschichtungsanlage beheben.
Weitere Tipps zur Vermeidung von Verunreinigungen lesen Sie in BESSER LACKIEREN 19/2022.

Zum Netzwerken:

Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung (DFO) e. V., Neuss, Heike Schuster, Tel. +49 2131 40811-28, schuster@dfo-online.de, www.dfo.info

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