Blasenbildung durch falsche Vorbehandlung vermeiden

Die Experten des DFO zeigen an einem aktuellen Schadensfall auf, wie wichtig es ist, Prozesse technisch und chemisch-physikalisch zu verstehen und welche Folgen nicht ausreichende Prozessüberwachung nach sich ziehen kann.

Nahaufnahme eines Bauteils mit Blasenbildung
Blasenbildung war nach Kondenswasser-Konstantklima-Prüfung deutlich zu erkennen. Foto: DFO

Bei einem Lohnbeschichter trat nach der Umstellung auf eine silanbasierte Passivierung ein Schadensfall auf. Es kam zu massiver Blasenbildung an den Bauteilen mit der silanbasierten Vorbehandlung. Die DFO wurde mit der Schadensanalytik beauftragt, um den Ursachen auf die Spur zu kommen. Bei der Untersuchung des Blasenbereichs mittels energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX) stellten die Experten große Mengen an Eisenoxid und Zirkonium fest. Damit fiel der Verdacht auf die Vorbehandlung, der das Zirkonium eindeutig zuzuordnen war. Mit der Untersuchung eines vorbehandelten, unbeschichteten Rohteils hat die DFO diese Vermutung bestätigt. Aufgrund von massiven Konzentrationsproblemen im Passivierungsbad bildete sich die Passivierungsschicht unregelmäßig, zu dick und spröde aus. Die typischen Ursachen für solche Konzentrationsschwankungen bei zirkoniumhaltigen Passivierungen liegen in der Bad-Hygiene und den Toleranzen bei den Stoffmengenkonzentrationen.

Lesen Sie hierzu mehr in BESSER LACKIEREN 19/2021.

Zum Netzwerken:

Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V., Neuss, David Hoffmann, Tel. +49 2131 40811-12, hoffmann@dfo-online.de, www.dfo-online.de

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