Technologien Vorbehandeln-Entlacken
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Recycling von mehrlagigen Beschichtungen
Hauptziel des Forschungsprojekts „DECOAT“ ist es, in mehreren Schichten lackierte Kunststoffteile (und Textilien) zu entlacken und damit wiederverwertbar zu machen. So beschichtete Werkstücke – wie elektronische Geräte und Automobilteile – sind sehr schwierig zu recyceln und landen meist auf der Deponie.
Die Lacksysteme können u.a. aus funktionellen und Hochleistungsbeschichtungen sowie Haftvermittlern zusammengesetzt sein. Sie weisen eine Vielzahl an Eigenschaften und Vorteilen auf, sind dadurch aber auch äußerst schlecht zu recyceln. Ein europäisches Forscherteam unter Leitung des belgischen Instituts Centexbel entwickelt neuartige triggerbare Materialien sowie die korrespondierenden Recycling-Prozesse. Der Schwerpunkt liegt auf Acrylaten, Polyurethanen und PVC-Materialien. Smarte Additive wie Mikrokapseln werden in die Beschichtungsformulierung implementiert und durch spezifische Trigger aktiviert – wie beispielsweise Hitze, Feuchtigkeit, Mikrowellen oder chemische Substanzen. Eine kontinuierlich arbeitende Pilot-Recyclinganlage wurde entwickelt, um das neue „DECOAT“-Prinzip zu demonstrieren. Dieses erlaubt die Nachrüstung bestehender mechanischer Anlagen durch Ergänzen von Tools zur Implementierung und Aktivierung des Triggers. Der Fokus liegt zunächst auf dem Recycling des Kunststoffsubstrats, soll aber dann auf die Wiedergewinnung des Beschichtungsmaterials gelenkt werden. Wichtige Forschungsziele sind darüber hinaus die Anwendbarkeit des Verfahrens im Industriemaßstab und die Evaluierung hinsichtlich der Umweltverträglichkeit. Das Forschungsprojekt läuft noch bis Januar 2023 und wird vom EU-Förderprogramm „Horizon 2020“ unterstützt.
Zum Netzwerken:
Centexbel, BE-Zwijnaarde, Guy Buyle, Tel. +32 9 243-8253, guy.buyle@centexbel.be, www.centexbel.be, http://decoat.eu/project