Sichere Schleifprozesse

Ein stets aktueller Gesichtspunkt bei Schleifprozessen ist der sichere Umgang mit Schleifstaub, um brand- und explosionssicher zu arbeiten.

Symbolfoto:Schleifen eines Werkstücks
Beim Schleifen kommt es unausweichlich zu Staubentwicklung. Damit daraus keine Brand- und Explosionsgefahr erwächst Foto: Riko - stock.adobe.com

Staub und Luftgemische können zu Brand und Explosionen führen. Sie entstehen z.B. beim mechanischen Schleifen, was bei der Vorbereitung von Oberflächen vielfach gängige Praxis ist. Um mit dem Gefahrenpotenzial von anfallenden Schleifstaub-/Luftgemischen korrekt umzugehen, liegt ein ausführliches Regelwerk vor. Dieses Regelwerk bezieht sich im Hinblick auf Explosionsschutz auf die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU. Hierin sind Informationen zu Zündquellen, aber auch zu vorbeugenden Explosionsschutzmaßnahmen zu finden. Beim Brandschutz legt der Gesetzgeber keine fixen Regularien fest. Vielmehr müssen Betreiber und Sachversicherer aus einer Gefährdungsbeurteilung gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) Maßnahmen ableiten, welche der Betreiber umsetzen sollte, auch wenn diese keinen bindenden Charakter haben. Stäube werden in VDI-Richtlinie 2263 als Brandlast definiert. Anhand von verschiedenen Kenngrößen, darunter die sogenannte Brennzahl, werden diese Stäube messtechnisch erfasst. Bei Brennzahlen ≥ 3 ist die Ausbreitung eines Glimmbrandes im abgelagerten Staub zu erwarten, was entsprechende Handlungsempfehlungen nach sich ziehen sollte.

Lesen Sie hierzu mehr in Ausgabe 8/2022 von BESSER LACKIEREN.

Zum Netzwerken:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, Dr. Michael Hilt, Tel. +49 711 970-3820, michael.hilt@ipa.fraunhofer.de,

Dirk Michels, Tel. +49 711 97-3733, dirk.michels@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de/beschichtung

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