Spülbäder reinigen

Die Vorbehandlungsbäder stellen industrielle Lackierbetriebe vor sehr verschiedene Probleme, die sich mit unterschiedlichen Verfahren lösen lassen.

Achim Meyer -

Aufschwimmende Öle können mit Fremdölabscheidern weitestgehend entfernt werden und dispers verteilte Öltröpfchen lassen sich über das Koaleszenzprinzip eliminieren. Bei Partikel- und Öleintrag steht die Möglichkeit zur Verfügung, die physikalischen Eigenschaften der Sedimentation zu nutzen. Mittels Zentrifugen wird dieser Prozess durch die Fliehkräfte um ein Vielfaches verstärkt. Was aber, wenn diese Verfahren durch emulgierte Fremdöle oder die Partikelgröße an ihre Leistungsfähigkeit stoßen? „Auch hierfür gibt es technische Lösungen“, berichtet Achim Meyer, Vertriebsleiter bei MKR Metzger. Ultrafiltration trennt über spezielle Membranelemente Feinstpartikel und emulgierte Öle vom Prozessmedium. Die Stofftrennung ist eine sogenannte Absolutfiltration. Dabei werden die unerwünschten Medien mit einer Filtrationsfeinheit von bis zu 0,1 µm vom Waschbad abfiltriert und emulgierte Öle vom Wasser getrennt. Die Tenside, die den Reinigungsprozess unterstützen, verbleiben weitestgehend oder ganz im Vorbehandlungsprozess. Höchste Qualität erreichen Verdampfersysteme, die die Spülbäder in Destillat und Konzentrat trennen, wobei das Destillat oder VE-Wasser wieder dem Prozess zugeführt wird. Auch dieses Verfahren arbeitet zuverlässig, erfordert jedoch höhere Investitionen, wobei oftmals auf den Einsatz von zusätzlichen VE-Anlagen verzichtet werden kann. „Die einzig richtige Methode zur Spülbadpflege und Verlängerung der Badstandzeiten gibt es nicht“, resümiert Meyer. „Eine Entscheidung fällt immer nur auf Basis der Qualitätsansprüche der Anwender oder des Verfahrens.“

Zum Netzwerken:
MKR Metzger GmbH, Monheim, Tel. +49 172 818 0305, achim.meyer@mkr-metzger.de, www.mkr-metzger.de

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