Technologien Vorbehandeln-Entlacken
Oberflächen lokal mit Laser reinigen und vorbereiten
Ein kürzlich abgeschlossenes Forschungsprojekt untersucht die Laser-basierte Oberflächenvorbereitung für den Korrosionsschutz im Stahlbau. Erste Ergebnisse zeigen: Die Methode ist umweltfreundlicher als herkömmliche Verfahren und erzielt eine herausragende Schutzwirkung.
Korrosionsschäden sind besonders bei älteren Stahlkonstruktionen und maritimen Bauwerken eine Herausforderung. Herkömmliche Verfahren zur Oberflächenvorbereitung, wie Partikelstrahlen oder Schleifen, sind oft aufwendig und umweltbelastend. Eine vielversprechende Alternative untersucht das IGF-Forschungsprojekt „LaserRep“, das Mitte 2024 abgeschlossen wurde.
Effektiver Korrosionsschutz durch Laser
Die Laser-basierte Technologie ermöglicht eine berührungslose Reinigung und Strukturierung der Oberfläche, ohne dass Partikel oder Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Ein zentraler Vorteil liegt in der Erzeugung hinterschnittiger Oberflächenstrukturen, die mit mechanischen Verfahren nicht erreichbar sind. Diese Strukturen verbessern die Haftung von Reparaturbeschichtungen erheblich.
Tests im Salzsprühnebel sowie eine zweijährige Feldauslagerung auf Helgoland zeigten, dass lasergereinigte Proben eine Unterrostung von maximal 1,5 mm aufwiesen – im Vergleich zu 18 mm bei herkömmlichem Drahtspannstrahlen. Zudem bietet die Methode einen schnelleren Korrosionsabtrag und reduziert die Notwendigkeit zusätzlicher Reinigungsprozesse.
Herausforderungen und Potenzial
Während die Laserreinigung in Bezug auf Effizienz und Umweltfreundlichkeit punktet, bleibt die Oberflächenaufrauung zeitaufwändig. Aktuell kann sie mit der Geschwindigkeit automatisierter Strahlprozesse noch nicht konkurrieren. Experten sehen jedoch Potenzial: Steigende Laserleistungen und sinkende Kosten könnten die Technologie künftig auch für großflächige Anwendungen wirtschaftlich machen.
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- Wie genau die Laserparameter für optimale Rauheiten ermittelt wurden
- Welche industriellen Einsatzmöglichkeiten die Forscher untersuchen
- Welche Vorteile sich für den Korrosionsschutz an Offshore-Bauwerken ergeben
ZUM NETZWERKEN:
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, Uwe Specht, Tel. +49 421 2246-272, uwe.specht@ifam.fraunhofer.de
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