Technologien Metalllackierung

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026  beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Innovative Polymerschichten für besseren Korrosionsschutz

Ein Forschungsprojekt des Instituts für Korrosionsschutz Dresden und des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden entwickelt innovative Vorbehandlungsmethoden für Aluminium. Ziel ist es, die Haftfestigkeit von Beschichtungen zu verbessern und den Korrosionsschutz zu optimieren – ohne den Einsatz von Chrom(VI) oder Fluoriden.

Dr. Silvia Schweizer (Freie Mitarbeiterin BESSER LACKIEREN)

Testbleche
Bei beschichteten Blechen ohne Funktionsschicht (links) führte ein 1000 h Kondenswasser-Konstantklimatest zum Versagen der Lackhaftung. Mit der polymeren Funktionsschicht verbesserten sich die Werte für den Gitterschnitttest auf GT0. Im Stempelabreißversuch sind Kohäsionsbrüche in der Beschichtung erkennbar (rechts). Abbildungen: Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden

Aluminiumbauteile sind zwar von Natur aus mit einer Oxidschicht gegen Korrosion geschützt, doch in anspruchsvollen Umgebungen wie Offshore-Bereichen reicht dieser Schutz nicht aus. Bisher galten Chrom(VI)-haltige Konversionsschichten als beste Lösung, wurden aber aufgrund ihrer Umwelt- und Gesundheitsrisiken verboten. Alternative Vorbehandlungen wie das Eloxal-Verfahren oder Phosphatierungen zeigen Schwächen, etwa bei der Haftfestigkeit oder der langfristigen Schutzwirkung.

Forscher des Instituts für Korrosionsschutz Dresden und des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden arbeiten nun an einer neuen Generation von Funktionsschichten. Diese basieren auf wasserlöslichen Polymeren wie Polycarbonsäuren, die eine hohe Affinität zu Aluminiumsubstraten aufweisen und gleichzeitig die Haftung kommerzieller Beschichtungssysteme verbessern. Beim Trocknungsprozess entsteht eine feste Verbindung zwischen Substrat und Beschichtung, wodurch der Korrosionsschutz signifikant erhöht wird.

Umweltfreundliche Alternative zu Chrom(VI)

Die innovativen Funktionsschichten sind nur wenige Nanometer dünn und bieten eine Schutzwirkung, die mit etablierten chrombasierten Verfahren vergleichbar ist. Da eine direkte Kontrolle der aufgebrachten Schicht im Fertigungsprozess derzeit noch nicht möglich ist, arbeiten die Wissenschaftler an Methoden zur Qualitätssicherung.

Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und läuft bis Februar 2026.

Mehr im Abo: Abonnenten von BESSER LACKIEREN erfahren im ausführlichen Artikel in Ausgabe 6/2025:

  • Welche Herausforderungen es bei der Qualitätskontrolle der neuen Funktionsschicht gibt
  • Warum Polycarbonsäuren besonders gut für den Korrosionsschutz geeignet sind
  • Wie sich die neue Technologie in bestehende Beschichtungsprozesse integrieren lässt

Zum Netzwerken:
Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH, Max Gierth, Tel. +49 351 871-7135, max.gierth@iks-dresden.de, www.iks-dresden.de

Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V., Dr. Frank Simon, Tel. +49 351 4658-488, frsimon@ipfdd.de, www.ipfdd.de

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