Technologien Vorbehandeln-Entlacken
Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Unsichtbare Ursache, sichtbares Problem
In der industriellen Bauteilreinigung zählt jedes Detail – denn kleinste Verunreinigungen können große Wirkung haben. Ein Fall der Analytik Service Obernburg GmbH, der nun im BESSER LACKIEREN Expertennetzwerk zu finden ist, zeigt eindrucksvoll, wie es durch eine kontaminierte Waschlösung zu einer am Rohteil nicht erkennbaren, aber folgenschweren Benetzungsstörung kam. Die Folge: Lackfehler am unteren Rand eines Bauteils aus PP-EPDM.
Bei genauer Analyse entpuppt sich die Ursache des Fehlers als systematische Schwachstelle im Reinigungsprozess. Mithilfe der hochsensitiven Röntgenphotoelektronenspektroskopie (XPS) wurde das Bauteil untersucht, wodurch letztlich nachgewiesen werden konnte, dass sich Silikonöl in der Reinigungsflüssigkeit angereichert hatte. Dabei handelt es sich um einen Rückstand aus vorherigen Reinigungsprozessen, bei denen stark haftende Trennmittel nicht ausreichend entfernt wurden. Beim Waschen der Bauteile wurde diese Kontamination auf die Oberfläche übertragen und sammelte sich beim Abfließen der Flüssigkeit insbesondere am unteren Rand. Dort bildeten sich nach dem Verdunsten Eintrocknungsrückstände, die die spätere Lackhaftung erheblich beeinträchtigten.
Benetzungsstörungen vorbeugen
„Oft liegt das Problem nicht im Bauteil selbst, sondern im Prozess davor – wie hier in der Reinigung“, erklärt Rainer Ziel, Experte für Oberflächenanalytik bei der ASO GmbH. „Solche Fehler entstehen durch extrem dünne Schichten, die für das bloße Auge unsichtbar, aber für den Lackierprozess entscheidend sind.“
Die gute Nachricht: Solchen Benetzungsstörungen lässt sich vorbeugen – etwa durch eine mehrstufige Reinigung mit regelmäßigem Wechsel der Reinigungsflüssigkeit, ergänzt durch ein Abblasen mit trennmittelfreier Luft. Wichtig ist außerdem eine lückenlose Kontrolle der Badqualität, um Kontaminationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Weitere Informationen enthält der Artikel „Benetzungsstörung durch Kontamination“ in der Rubrik „Lackierfehler“ im BESSER LACKIEREN Expertennetzwerk.
Zum Netzwerken:
Analytik Service Obernburg, Obernburg, Rainer Ziel, Tel. +49 6022 81-2645, rainer.ziel@aso-labor.de, www.aso-labor.de