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Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!
Sie sind Lohn- oder Inhouse-Lackierer? Dann haben Sie sich sicherlich bereits für den BESSER LACKIEREN Award 2026 beworben. Wenn dem nicht so ist, dann können Sie dies noch bis zum 22. Juni 2026 tun. Wir haben die Einreichungsfrist verlängert! Vergleichen Sie sich mit anderen Unternehmen der Lackierbranche und profitieren Sie vom Prestige-Gewinn sowie dem Besuch der Fachjury.
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Lacke aus Schweinegülle
Dass wichtige Bestandteile in Lacken auch aus landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt werden können, zeigt die Farbenfabrik Oellers aus Aldenhoven in gemeinsamen Forschungsprojekten mit der Hochschule Niederrhein.
Ein Großteil der auf Oberflächen applizierten Beschichtungssysteme basiert nach wie vor in erheblichem Umfang auf Additiven, Bindemittelkomponenten und funktionellen Rohstoffen auf fossiler Basis. Die Farbenfabrik Oellers hat nun gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein (HSNR) und dem Sondermaschinenbauer 3WIN ein Verfahren entwickelt, bei dem wichtige Funktionsstoffe für Korrosionsschutzlacke biobasiert erzeugt werden. Das Ergebnis sind sehr nachhaltige Lacke, die ressourcenschonend aus massenhaft vorhandenen landwirtschaftlichen Reststoffen produziert werden können – und das bei gleich hoher Qualität und Leistungsfähigkeit.
Marktfähige Lösung
Seit 2024 bereits arbeitet die Farbenfabrik Oellers in den Forschungsprojekten „P-REx“ und „BioPhosCoat“ der HSNR daran mit, landwirtschaftliche Abfälle aufzubereiten und in der industriellen Lackproduktion einzusetzen. Bei „P-REx“ wird Phytinsäure mit Hilfe von Enzymen vornehmlich aus Schweinegülle extrahiert und der darin enthaltene Phosphor als Bindemittel nutzbar gemacht. „Aktuell erproben unsere Lackingenieure im hauseigenen Labor, welche Modifikation der Phytinsäure in unseren Lacken die besten Ergebnisse erzielt“, berichtet Geschäftsführer Paul Oellers über den Projektfortschritt.
Landwirtschaftlicher Abfall als Schlüsselstoff
Phytinsäure ist eine natürlich vorkommende organische Säure, die aufgrund ihrer Struktur Metallionen fest binden und dadurch Korrosionsprozesse hemmen kann. Wenn sie als Bestandteil von Beschichtungen auf Metalloberflächen eingesetzt wird, kann sie Rostbildung deutlich reduzieren und stellt eine Alternative zu konventionellen, oft giftigen Korrosionsschutzstoffen dar.
Im Februar überzeugte sich Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, persönlich von der Innovationskraft der Projekte, die vom Land NRW und vom Bund gefördert werden.
Innovationstreiber Nachhaltigkeit
Die Farbenfabrik Oellers entwickelt und produziert am Firmenstandort Aldenhoven u. a. Lacke, Grundierungen und Spezialprodukte wie Isolier- und Anti-Graffiti-Farbe sowie Lacke zum Schutz vor Korrosion. Paul Oellers legt besonderen Wert auf die kontinuierliche Verbesserung der Umweltfreundlichkeit seiner Produkte. Bereits seit Jahren setzt er bei seinen Lacken erfolgreich auf nachwachsende Rohstoffe regionaler Zulieferer, wie etwa Alkydharze oder Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen. Auch die Forschungsprojekte „P-REx“ und „BioPhosCoat“ sind eine konsequente Fortführung dieses Engagements.
Zum Netzwerken:
Oellers Immex Produktions- und Vertriebs-GmbH & Co. KG, Aldenhoven, Paul Oellers, Tel. +49 2464 9906-0, info@oellers-immex.de, www.farbenfabrik-oellers.de