Technologien Vorbehandeln-Entlacken

Bewerbungsfrist vom BESSER LACKIEREN Award 2026 verlängert!

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Ultraschallgestützt vorbehandeln

Ziel eines aktuellen Forschungsprojekt ist es, Korrosionsschutz und Lackhaftfestigkeit von Lackierungen und Verklebungen auf Aluminiumlegierungen zu verbessern.

Aufnahme mit einem Rasterelektronenmikroskop (REM)
Das REM-Bild zeigt eine Aluminiumlegierung (AA7075) nach einer technischen Vorbehandlung und 20 min Anodisation in 20%iger Schwefelsäure. Ebenfalls zu sehen sind Bruchstücke einer intermetallischen Phase sowie entsprechende Löcher von herausgelösten IMP-Stücken. Foto: DECHEMA

Das Forschungsvorhaben führt das DECHEMA-Forschungsinstitut gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Technische und Makromolekulare Chemie der Universität Paderborn durch. Es soll ein Verfahren entwickelt werden, das Korrosions- und Haftfestigkeitsprobleme von Lackierungen und Verklebungen auf Aluminiumlegierungen verhindert.
Bauteile aus Aluminiumlegierungen werden vor dem Lackieren meist auf ihrer gesamten Oberfläche anodisiert oder einer konversionschemischen Behandlung unterzogen. Damit soll die Adhäsion von Lacken verbessert und das Substrat vor Korrosion geschützt werden. Bei diesen Verfahren kann es jedoch durch Bestandteile der Legierungen, insbesondere durch kupfer- und siliziumreiche intermetallische Phasen, zu lokalen Korrosionserscheinungen kommen, die zu einer fehlerhaften Beschichtung führen können. Das Forschungsprojekt „Ultraschallgestützte oberflächenchemische Prozesse für Aluminiumlegierungen zur Verbesserung des Korrosionsschutzes und der Haftung von Lackierungen und Verklebungen“ beschäftigt sich aktuell mit dem störenden Einfluss von Legierungsbestandteilen. Im Fokus steht die Vorbehandlung der Legierungen mit Ultraschall. Dies stellt eine ergänzende Methode zur Modifizierung von Oberflächen dar, die mechanisch-abtragend sowie chemisch- bzw. thermisch-reaktiv wirkt. Ziel ist eine Entfernung oder Desaktivierung der korrosionsaktiven Komponenten an der Oberfläche, so dass die nachfolgenden Prozessschritte homogenere und defektfreiere Schichten ergeben. Die Ergebnisse dieses Projekts sollen insbesondere KMU zur Verfügung gestellt werden, so dass diese die neuen innovativen und ressourceneffizienten Methoden in ihre Verfahren integrieren und qualitativ hochwertigere Produkte anbieten können.

Zum Netzwerken:

DECHEMA-Forschungsinstitut, Frankfurt am Main, Dr. Ralf Peipmann, Tel. +49 69 7564-653, ralf.peipmann@dechema.de, www.dechema-dfi.de