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AR verändert die Lackiertechnik

Augmented Reality, KI und digitale Assistenzsysteme verändern die industrielle Lackiertechnik grundlegend. Im Fokus stehen dabei nicht nur effizientere Prozesse, sondern vor allem neue Wege für Schulung, Qualitätssicherung und Wissensmanagement.

Hertha-Margarethe Kerz (Freie Journalistin)

Mann mit AR-Brille
Das Lackiertechnikum von Poma Systems in Kalbach: Im Testcenter werden kundenspezifische Nasslackierprozesse unter realitätsnahen Produktionsbedingungen entwickelt und optimiert. Foto: Poma

Die Digitalisierung der Lackiertechnik entwickelt sich zunehmend weg von klassischer Automatisierung hin zu datenbasierten Assistenzsystemen. Besonders Augmented Reality (AR) gewinnt an Bedeutung: Fachkräfte können Spritztechniken mit Echtzeit-Feedback trainieren, ohne Material zu verbrauchen. Abstand, Geschwindigkeit oder Schichtdicke werden dabei direkt visualisiert. Das reduziert Ausschuss, spart Lack und verkürzt Einarbeitungszeiten.

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen gilt AR als praxisnahe Brückentechnologie. Im Gegensatz zu aufwendigeren VR-Lösungen lässt sich AR einfacher in bestehende Werkstattumgebungen integrieren. Entscheidend für den Erfolg sei jedoch nicht allein die Technik, sondern deren organisatorische Einbindung, betont Alexander Stöger von Aleger Global.

Qualitätssicherung wird digitaler

Auch in der Qualitätsprüfung verändert AR die Prozesse. Soll- und Ist-Daten lassen sich direkt am Bauteil überlagern, Messwerte automatisch dokumentieren und in ERP-Systeme übertragen. Parallel arbeiten Unternehmen und Forschungsinstitute an KI-gestützten Lösungen zur Fehlererkennung und Prozessüberwachung.

Praxisbeispiele wie das Technikum von Poma Systems oder der „VR-Paintshop“ von Feynsinn zeigen, wie digitale Trainings- und Assistenzsysteme bereits heute eingesetzt werden. Gleichzeitig warnen Experten: Die größte Herausforderung bleibt der Übergang vom Pilotprojekt in den stabilen Regelbetrieb.

Langfristig werden AR, KI und Robotik zunehmend zusammenwachsen. Fachkräfte übernehmen dabei stärker die Rolle von Systemexperten, während datenbasierte Entscheidungsunterstützung an Bedeutung gewinnt.

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  • wie AR-Systeme konkret in Schulung und Qualitätssicherung eingesetzt werden,
  • welche Rolle KI bei der Inline-Prozessüberwachung spielt und
  • warum viele Digitalisierungsprojekte trotz funktionierender Technik scheitern.

Zum Netzwerken:
Fraunhofer IPA, Stuttgart, Dr. Oliver Tiedje, Tel. +49 711 970-1773, oliver.tiedje@fraunhofer.de

Jörg Schieweck, Tel. +49 711 970-1874, joerg.schieweck@ipa.fraunhofer.de, www.ipa.fraunhofer.de

Aleger Global GmbH, A-Gmunden, Alexander Stöger, Tel. +43 7612 219 6010, astoeger@alegerglobal.com, www.alegerglobal.com

Poma Systems, Kalbach, Tobias Eid, Mobil: +49 1590 4372569, t.eid@poma.de, www.poma.de