Digitalisierungs-Pfad

Industrie 4.0, Smart Factory und Big Data sind in aller Munde – aber nicht in aller Produktion. Gerade im Beschichterbereich stellt die Implementierung viele Unternehmen vor eine Herausforderung.

Eine stufenweise Applikation oder ganzheitliche Umrüstung der Industrie 4.0 ist möglich. Grafik Redaktion -

Ein Lohnbeschichter hat ein völlig anderes Anforderungsprofil als ein Inhousebeschichter – oder nicht? Stellt man sich den Produktionszyklus als Blackbox vor, ergibt sich ein allgemeineres Bild. Jeder Beschichter muss Zulieferung und Vertrieb koordinieren. Lagerhaltung und Just-in-Time Produktion betreffen alle Anwender. Dieser Deckel kann somit über jede Produktion gestülpt werden und als Initiator der Unternehmensdigitalisierung dienen. Andere Komponenten der Smart Factory, wie die automatisierte Beschichtung, die intelligente Qualitätssicherung und das smarte Produkt, sind step-by-step integrierbar. Aber wie kann der digitale Samen gesät werden, dessen intelligente Wurzeln den Betrieb verschränken und als Ernte die Applikation der Smart Factory erlauben?

Einstieg in die digitale Welt

In einer Beratungsübersicht seiner Mitglieder bietet der Fachverband Software und Digitalisierung des VDMA Informationen zur Digitalisierung an. Die Kompetenzübersicht dient als Einstieg zur jeweilige Fragestellung. Das Beratungsangebot zur Digitalisierung ist unter der URL http://vdma-sud.de/beratungsangebot aufrufbar. „Die Branchenexpertise unserer Mitglieder bietet einen großen Vorteil auf dem Weg zur Digitalisierung“, so Karl Friedrich Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands und Geschäftsführer von accelcon Consulting.

WARUM DAS WICHTIG WIRD
Strukturen: Neuanwendungen auf digitales Gesamtkonzept auslegen, um stufenweise die Smart Factory zu errichten
WhatsApp-Prinzip: Wer sich verweigert, gefährdet die dauerhafte Kommunikation mit Lieferanten und Kunden
Kundenanforderung: Transparentes Produkt, online nachverfolgbar
Wettbewerb: Effizienz & Kosteneinsparung

Digitalisierungspfad

Bevor der Digitalisierungspfad beschritten werden kann, muss die strategische Ausrichtung festgelegt sein. Steht die Digitalisierung der Produkte, der Prozesse oder der Service im Vordergrund? Welche konkreten Ziele verfolgt das Unternehmen mit der Digitalisierung und welche Auswirkungen sind zu erwarten? Bei welchen Themen sind externer Partner erforderlich? Die Kompetenzübersicht berücksichtigt in der Kategorie „Strategie“ die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und bietet Unterstützung beim Veränderungsmanagement. Ist die Strategie definiert, liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung. Der Bereich „Prozesse“ bildet wichtige Elemente der betrieblichen Wertschöpfungskette wie Produktion, Logistik und Marketing ab. Bei der Entwicklung von digitalisierten Produkten spielen unter anderem die Festlegung einer zukunftsfähigen Software-/IT-Architektur, die Technologieauswahl, die Gestaltung von Bedienoberflächen (Usability) und die Berücksichtigung von Security-Aspekten eine wesentliche Rolle. Diese und weitere Themenfelder finden sich in der Kategorie „Produktentwicklung“ wieder.

VDMA Software und Digitalisierung, Frankfurt am Main, Guido Reimann, Tel. +49 69 6603 1258, guido.reimann@vdma.org, www.vdma.org

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