„Nonsticky+“ – Beständige und kostengünstige superhydrophobe Oberflächen entwickeln

An der Universität von Granada forschen Wissenschaftler an mechanisch robusten, superhydrophoben Oberflächen, die selbst extrem ungünstigen Bedingungen standhalten.

Die Basis neuer Oberflächen sind Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen. Foto: Universität Granada -

Das zurzeit laufende Forschungsprojekt wird von der Regierung von Andalusien (Junta de Andalucía) gefördert. Ein Schwerpunkt liegt auf der kostengünstigen Produktion der Beschichtungen, wovon Anwender zukünftig profitieren können. Basis der Beschichtungsmaterialien sind organische Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen, die für die sehr starke wasserabweisende Wirkung verantwortlich sind. Diese ermöglicht ein breites Spektrum an Anwendungen u.a. als Wasser, Schnee und Eis abweisende Oberflächen auf vielfältigen Substraten sowie Anti-Beschlag-Eigenschaften für Fenster, Bildschirme und Linsen. Eine hohe mechanische Beständigkeit ist dabei besonders wichtig für eine lange Lebensdauer der Teile und eine geringe Wartungsanfälligkeit. Die spanischen Forscher übertragen die physischen Merkmale von natürlichen extrem wasserabweisenden Oberflächen wie dem Lotusblatt auf die künstlichen Flächen. Nach dem Aufrauen von hydrophoben Oberflächen werden diese mit Substanzen niedriger Oberflächenspannung modifiziert. Die Eigenschaften der mit den Fluorpolymeren beschichteten Flächen prüfen die Wissenschaftler mit verschiedenen Methoden: durch die Kontaktwinkelhysterese, Messungen des Abrollwinkels sowie Stabilitätsmessungen der Superhydrophobie. Die Universität kooperiert mit dem Unternehmen Tecnimacor, einem spanischen Hersteller von Antihaftbeschichtungen, um die Forschungsergebnisse auf den industriellen Maßstab zu übertragen und Praxiserfahrungen zu sammeln.

Zum Netzwerken:
University of Granada, Department of Applied Physics, ES-Granada, Miguel A. Rodríguez-Valverde, Tel. +34 958243229, marodri@ugr.es, wpd.ugr.es/~nonsticky+

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