Gesundheit aktiv schützen

Pulverlacke sind umweltfreundlich und in den Merkblättern der Lackhersteller in der Regel als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Dennoch können sie die Gesundheit gefährden.

Susanne Herget
Susanne Herget -

„Das Pro­blem ist der Staub und dafür sind wir aktuell auf der Suche nach einer Lösung“, erklärt Su­­sanne Herget, die bei der MPL GmbH Pulverbeschichtung für die Arbeitssicherheit zuständig ist und systemische Coachings anbietet. MPL verfügt über vier Pulverkabinen und hat die baulichen Rahmenbedingungen zum Schutz der Gesundheit u.a. in Form von Absauganlagen und elektrisch ableitfähigen Bodenbelägen geschaffen. Für die Mitarbeiter gibt es die persönliche Schutzbekleidung, bestehend aus leitfähigen Schuhen, Handschuhen und natürlich einer Atemschutzmaske. Doch was ist mit den Staubpartikeln, die sich z.B. auf den Armen absetzen und in die Haut eindringen können? Darüber gibt es noch keine Erkenntnisse. „Ein Ganzkörperoverall schützt zwar vor dem Staub, ist aber in der Praxis nicht einsetzbar, weil man darin zu sehr schwitzt“, berichtet Herget. Um eine Lösung zu finden, plant die MPL GmbH zwei Aktionen: Sie wird die Staubbelastung durch die Pulverlacke von der Berufsgenossenschaft messen lassen und zusammen mit einem Pulverlackhersteller eine Fortbildung zum Thema „Grundlagen der Pulverlacktechnik“ durchführen. „Nur als Arbeitgeber allein werden wir keine Lösung finden“, resümiert Susanne Herget. „Da sind auch die Anwender selbst gefragt, denn schließlich geht es um ihre Gesundheit. Wir wollen sie daher für das Thema Gesundheitsschutz sensibilisieren und mit ihnen diskutieren. Ein Ziel ist, dass sie bewusster agieren und aktiv für den Erhalt ihrer Gesundheit sorgen.“

Zum Netzwerken:
Susanne Herget, MPL GmbH Pulverbeschichtung, Göppingen, Tel. +49 7161 61998-0, susanne.herget@mpl-gmbh.de, www.mpl-gmbh.de; Coaching: Tel. +49 7162 944050, susanneherget@physio2009.de

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